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Der Vatikan wird ein bisschen weiblicher

Nürnberg (buc) – „Donne in Vaticano“ (Frauen im Vatikan) nennt sich ein vor einigen Jahren gegründeter Verein im Zentrum der Weltkirche, der dem weiblichen Geschlecht vorbehalten ist. Augenzwinkernde Abkürzung: Diva. Divenhaft jedoch geben sich wohl die wenigsten der inzwischen mehr als 1000 Frauen in Diensten von Papst und Vatikanstaat. Ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, wie Vereinsmitglied Gudrun Sailer erläutert. Und damit auch der weibliche Einfluss?
Das lässt sich zwar schwer belegen, doch die Journalistin von Vatican News, besser bekannt wohl unter dem früheren Namen Radio Vatikan, verweist auf eine Reihe von weiblichen Beschäftigten, die es inzwischen in die höheren Sphären der vatikanischen Hierarchie geschafft haben: Raffaella Petrini etwa, Vize-Regierungschefin des Vatikanstaats, oder Barbara Jatta, Leiterin der Vatikanischen Museen.
Auch in den sogenannten Dikasterien, den päpstlichen Ministerien, sind Frauen nicht mehr tabu: Es gibt bereits etwa eine Handvoll Untersekretärinnen, immerhin die dritte Stufe der Behördenhierarchie, und in der jüngsten Kurenreform schaffte Papst Franziskus die Möglichkeit, dass es eines Tages auch Präfektinnen geben könnte – also eine Frau an der Spitze des Staatssekretariats oder gar der ehrwürdigen Glaubenskongregation, vormals Heilige Inquisition.
Gudrun Sailer ist auf Einladung der Katholischen Stadtkirche nach Nürnberg gekommen, beim traditionellen Medientag, der vom Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH), der Caritas und den Paulusschwestern mitmitveranstaltet wird, stellt sie sich im CPH einem Hintergrundgespräch mit Journalisten, ehe ein öffentlicher Vortrag folgt. Die Österreicherin arbeitet seit dem Jahr 2003 im Vatikan, kennt die Schaltzentrale der Weltkirche sehr genau und kann somit aus erster Hand, fundiert wie humorvoll, über die Zustände in Rom berichten.   …

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe ­28/2022