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Junge Menschen fallen oft durch das Hilfenetz

Bamberg (as) - Die Frühjahres-Sammlung der Caritas stellt in diesem Jahr die Situation von Kindern suchtkranker Eltern in den Mittelpunkt. „Das Leben ist eine einzige Sch…“. Mit diesem Satz auf einem schwarzen Blatt will man auf die Situation von Kindern und Jugendlichen aus suchtbelasteten Familien aufmerksam machen. Dieser Satz wurde nicht durch eine Werbeagentur auf Hochglanzpapier drapiert, sondern von einem betroffenen Kind geschrieben, das Dank der Caritas an einer Freizeitgruppe teilnehmen kann. Hinzu kam noch die Aussage: „Auch das ist Realität!“.
Ursula Kundmüller, stellvertretende Diözesan-Caritasdirektorin, sprach bei der Vorstellung der Aktion im Dr.-Philipp-Kröner-Haus in Bamberg davon, dass in Deutschland rund drei Millionen Kinder und Jugendliche in suchtkranken Familien leben. Das ist mittlerweile jedes 5. bis 4. Kind. Mehr als 30 Prozent dieser Kinder werden selbst suchtkrank und sind damit die größte bekannte Sucht-Risikogruppe. Trotzdem, so Kundmüller, fallen diese jungen Menschen durch alle Hilfsnetze. Es gibt für sie und ihre Familien eigentlich keine spezifischen Beratungsstellen und Angebote.
Sie forderte in diesem Zusammenhang zeitnah niederschwellige Beratungsangebote sowohl für Kinder und Jugendliche als auch deren Eltern aufzubauen. Die im Rahmen der Reform des Sozialgesetzbuches VIII angekündigte Ausweitung der Leistungen der Erziehungsberatung insbesondere für Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen muss dringend konkretisiert werden. Geklärt werden muss auch noch, wie diese Hilfen finanziert werden.   …

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe ­10/2022