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Berliner Imame: Religiös begründeter Extremismus ist reale Gefahr

Berlin (KNA) – Die Berliner Imame haben den Anschlag am Rande des Christopher Street Days am Samstagabend scharf verurteilt. Darüber hinaus verurteilten sie jede verbale, physische und psychische Gewalt gegen queere Personen oder Angehörige anderer Minderheiten, teilten die Imame am Dienstag mit. Religiös begründeter Extremismus sei eine reale Gefahr.

 

Die Imame betonen, Radikalisierung geschehe selten plötzlich. Sie sei meist Ergebnis eines schleichenden Prozesses, der sich heute häufig im Internet und in Sozialen Medien vollziehe. Der Rat Berliner Imame werde auch weiter seinen Beitrag zur Prävention leisten. "In unseren Gemeinden und unserer Bildungsarbeit treten wir entschieden gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit sowie religiös oder politisch begründetem Extremismus ein", heißt es weiter.

 

Täter erschossen

 

Am Samstagabend war nach der CSD-Parade in Berlin ein Auto in die Menschenmenge am Tiergarten gefahren. Dabei wurde eine Person getötet, mindestens 29 weitere teils schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde später bei einem Polizeizugriff erschossen. Er soll in der Vergangenheit mehrfach versucht haben, sich im Ausland der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) anzuschließen.