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UN-Menschenrechtskommissar reist ins Kriegsland Libanon

Genf (KNA) – UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk reist am Sonntag zu einem zweitägigen Besuch in den Libanon. Das teilte sein Büro in Genf am Donnerstag mit. Auf dem Programm stünden Treffen mit den Regierungsspitzen und Ministern. Außerdem wollte Türk sich mit Vertretern von nationaler Menschenrechtseinrichtungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Diplomaten und Mitarbeitern der Vereinten Nationen treffen.

 

Hintergrund ist der Konflikt zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon. Sachverständige der Vereinten Nationen warfen Israel am Mittwoch erneut systematische und weitreichende Verletzungen des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte vor und sprachen von einem "Angriffskrieg gegen den Libanon" mit unverhältnismäßigen Opfern auf Seiten der Zivilbevölkerung.

 

Sorge über verbotene Munition

 

Seit Kriegsbeginn am 2. März kamen nach UN-Angaben im Libanon mehr als 4.300 Menschen durch israelische Angriffe ums Leben. Mindestens 392 Frauen und 253 Kinder starben bei Angriffen auf Wohngebäude. Aktuell mehr als 410.000 Menschen sind aufgrund der Kriegshandlungen und israelischer Räumungsbefehle vertrieben. Die UN-Experten äußerten sich alarmiert über Berichte, nach denen Israel verbotene Phosphor-Munition über Wohngebieten einsetzt.