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Umfrage: 76 Prozent halten humanitäre Hilfe für wichtig

Berlin (KNA) – Eine große Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland steht laut einer aktuellen Umfrage weiterhin zu humanitärer Hilfe. Aber nur eine Minderheit möchte, dass Deutschland dafür mehr Geld ausgibt. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten YouGov-Umfrage im Auftrag der Diakonie Katastrophenhilfe hervor. Laut dieser halten gut drei von vier Befragten (76 Prozent) internationale Unterstützung von Menschen in Konflikten und Notlagen für wichtig oder sehr wichtig.

 

Allerdings wünscht sich demnach nicht einmal jeder Zweite (41 Prozent), dass Deutschland mehr für humanitäre Hilfe ausgibt als die für das kommende Jahr geplanten 0,2 Prozent des Bundeshaushalts. Die Bundesregierung plant laut Haushaltsentwurf für das kommende Jahr rund eine Milliarde Euro ein - so viel wie in diesem Jahr, aber nur noch die Hälfte im Vergleich zu 2024. Zugleich soll auch der Entwicklungsetat weiter sinken, von rund 10 auf knapp 9,5 Milliarden Euro.

 

Jeder dritte Euro weltweit gestrichen

 

Der Schutz von Geflüchteten und Notleidenden werde zunehmend ausgehöhlt; Kürzungen bei den internationalen Mitteln verstärkten die Tendenz, warnte die Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe, Dagmar Pruin. Jeder dritte Euro für humanitäre Hilfe sei weltweit in den vergangenen zwei Jahren gestrichen worden. "Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich darin, wie sie diejenigen schützt, die im Krieg alles verloren haben", so Pruin.

 

Die Erhebung basiert auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov-Panels. Ende Juni wurden fast 2.200 Menschen befragt. Die Ergebnisse seien repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.