
Bamberg (kem) – Hoffentlich knacken wir in diesem Jahr wieder die 1000-Motorräder-Marke“, war von einer von einer Frau am Straßenrand direkt vor dem Klinikum am Bruderwald zu hören. Die Frau wartete – wie viele, viele andere auch – auf die Ankunft der Biker anlässlich des 4. Toy Run in Bamberg. Und was sie sah, ließ nicht nur sie, sondern alle anderen am Straßenrand auch, eine Gänsehaut bekommen: Ein kilometerlanger Korso – vom kleinen Mofa bis zum vierrädrigen Quad, von der alten Vespa bis zur auf Hochglanz polierten Harley Davidson – schob sich vom Parkplatz der Firma Brose durch die Innenstadt und den Münchner Ring hinauf zum Krankenhaus mit dem Ziel Kinder- und Jugendhospiz „Sternenzelt“.
2500 Bikes unterwegs
Nach ersten Schätzungen der Polizei waren es über 2500 Bikes, die sich wieder aus ganz Franken – von Ansbach bis Coburg – und auch aus den angrenzenden Bundesländern auf den Weg nach Bamberg machten, um Spenden, die über das Jahr gesammelt wurden, für den guten Zweck anzugeben.
„Die Kinder- und Jugendhospizarbeit dankt euch allen, dass ihr gekommen seid“, sagte Anke Wag, Vorständin beim Hospizverein Bamberg. Der Toy Run bringe seit vier Jahren nicht nur Spenden, sondern vor allem auch Aufmerksamkeit für dieses wichtige und sensible Thema. Auch freute sie sich gemeinsam mit Hospizleitung Beate Neumeister, dass auch zwei Kinder aus der Einrichtung – Joel und Cathy – in Beiwagen die Strecke mitfahren durften. „Mir sind die Tränen gelaufen, als ich euch hier habe ankommen sehen“, sagte Neumeister. Ebenfalls im Beiwagen war Bambergs Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier unterwegs. Auch er unterstrich die Wichtigkeit dieser Aktion und mahnte die Biker, sich von Nörglern nicht einschüchtern zu lassen. „Es gibt immer Leute, die motzen. Aber die wissen nicht, warum ihr das tut. Ich habe die strahlenden Kinderaugen am Straßenrand gesehen und danke euch im Namen der ganzen Stadt für diese Aktion.“
Diesen Dank nahmen die Organisatoren des Toy Run, Lisa Adamczyk und Markus Kröner gerne an und gaben in gleich weiter an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die sich im Vorfeld und während der Fahrt um alles kümmerten. Ebenso dankten sie all denen, die für eine sichere Fahrt durch die Domstadt sorgten. Polizei, Feuerwehr, THW und das Ausbildungszentrum der Bundespolizei sperrten Straßen ab, Johanniter und der ASB Schweinfurt sorgten für medizinische Unterstützung.
Auch Landtagsabgeordnete Melanie Huml – seit dem ersten Toy Run auch Schirmherrin – war voll des Lobes und fragte in die Runde: „Ich bin kommendes Jahr wieder dabei. Wer von euch auch?“ Die Hände von allen gingen in die Höhe.
