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Sachsens Kirchen besorgt über geplante Änderungen beim Denkmalschutz

Dresden (KNA) – Die beiden Kirchen in Sachsen sorgen sich um die Zukunft der Pflege von kirchlichen Denkmälern im Freistaat. Auf die Pläne Sachsens, die Landesämter für Denkmalpflege und Archäologie zusammenzulegen und in die Landesdirektion zu integrieren, reagierten sie am Donnerstag mit Kritik.

 

Die Fusionierung "würde die Trennung von Denkmalschutz und Denkmalpflege und das Vier-Augen-Prinzip empfindlich schwächen, wenn nicht gar aufheben", kritisierten das katholische Bistum Dresden-Meißen und die evangelische Landeskirche in einer gemeinsamen Mitteilung.

 

Fundierte Kenntnisse erforderlich

 

Um die Kirchengebäude mit ihrer speziellen Ausstattung und den Orgeln zu erhalten, seien fundierte Kenntnisse und Fachwissen nötig, so die Kirchen. Das Landesamt für Denkmalpflege verfüge zwar über diese Expertise - doch durch die Zusammenlegung der Ämter sei "ein Verlust an Fachlichkeit beim Erhalt und der Pflege kirchlicher Denkmale mit ihren Besonderheiten zu befürchten". Die fachliche Unabhängigkeit der Landesämter werde durch deren Eigenständigkeit getragen.

 

Sachsen ist laut den Kirchen mit etwa 101.000 Bau- und 13.000 Bodendenkmalen eines der denkmalreichsten Bundesländer in Deutschland. Einen wesentlichen Anteil an diesem Bestand haben demnach die Kirchen und Kapellen, ohne genaue Zahlen zu nennen.

 

Sachsen will weniger Bürokratie

 

Sachsens Landesregierung will die Denkmalpflege umfassend reformieren und erhofft sich weniger Bürokratie, klare Zuständigkeiten und schnellere Verfahren im Denkmalschutz. Der Plan, die beiden Landesämter zusammenzulegen, geht auf einen Kabinettsbeschluss von Ende April zurück.

 

Kritik an den Plänen üben neben den beiden Kirchen auch Fachverbände und Vereine. In einem offenen Brief haben zuletzt mehrere Institutionen vor einer "Zerschlagung der Archäologie" und einer "Zerstörung der Denkmalpflege" gewarnt.