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Hilfswerk: Krieg im Sudan zerstört nachhaltig Ackerland

Port Sudan/Friedrichsdorf (KNA) – Der Krieg im Sudan zerstört nach Angaben von Helfern auch nachhaltig die Lebensgrundlage der Menschen in dem afrikanischen Binnenstaat. Seit Beginn der Kämpfe im April 2023 sei landwirtschaftliche Fläche in der Größe der Schweiz verloren gegangen, teilte die Organisation World Vision am Mittwoch mit. Das Kinderhilfswerk beruft sich dabei auf eigens dafür erstellte Satellitenbilder.

 

Demnach liegen inzwischen rund 40.000 Quadratkilometer Ackerland brach. Die Aufnahmen zeigten aber, dass durchaus genug Wasser verfügbar wäre, um die Flächen zu bestellen. Stattdessen sei die fortschreitende Vertreibung der Menschen für den Flächenverlust verantwortlich. Hinzu kämen starke Preisanstiege für Dünger und Treibstoff.

 

Langfristige Folgen

 

"Die verheerenden Folgen des Konflikts auf die Landwirtschaft wirken sich auch langfristig aus. Die Felder können nicht einfach wieder bestellt werden, denn es fehlt an landwirtschaftlichem Gerät und Saatgut. Die Menschen haben keine Reserven mehr", so die Politikexpertin von World Vision, Fiona Uellendahl. Dadurch drohe sich die derzeit größte humanitäre Katastrophe der Welt auch noch weit über ein mögliches Ende des Konflikts fortzusetzen.

 

Der Krieg raube so insbesondere den Kindern im Sudan ihre mögliche Zukunft, erklärte der Landesdirektor von World Vision, Simon Mane. "Unterernährung, Krankheiten und Vertreibung führen dazu, dass Kinder lebenslange körperliche und psychische Schäden davontragen. Kinder werden zu schwach, um herkömmliche Krankheiten zu überstehen. Erkrankungen, die im Grunde leicht behandelbar wären, enden nun tödlich."