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Caritas: 100.000 Euro Soforthilfe für Erdbebenopfer in Venezuela

Freiburg (KNA) - Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela stellt Caritas international 100.000 Euro für erste Nothilfen bereit. In Zusammenarbeit mit der Caritas Venezuela und kirchlichen Strukturen vor Ort gehe es darum, schnell belastbare Hilfsstrukturen aufzubauen. "Unsere Partnerinnen und Partner der Caritas Venezuela mit ihrem Netzwerk von 30.000 freiwilligen Helferinnen und Helfern sind tief in den Gemeinden verwurzelt und verfügen über ein einzigartiges Netzwerk im ganzen Land", sagte Jonas Brenner von Caritas international am Donnerstag in Freiburg.

 

Laut Caritas trifft das Beben vor allem Familien, Ältere und Kranke, die oft kaum Ressourcen hätten, um die Folgen der Katastrophe zu bewältigen. Venezuela befinde sich seit Jahren in einer humanitären Krise. Geschätzte 7,9 Millionen Menschen seien auf Hilfe angewiesen.

 

Düstere Prognose zu Todeszahlen

 

Am Mittwoch hatten gegen 18 Uhr Ortszeit zwei schwere, direkt aufeinanderfolgende Erdbeben große Verwüstungen angerichtet. Erste Berichte sprechen von eingestürzten Häusern und Dutzenden Toten. Wie viele Menschen tatsächlich zu Schaden kamen, ist noch nicht abzusehen. Eine düstere Prognose gab die US-Erdbebenwarte, die die Zahl der möglichen Todesopfer auf 10.000 bis 100.000 Menschen schätzt.

 

Die beiden Erdstöße sollen eine Stärke von 7,2 und 7,5 auf der nach oben offenen Richterskala gehabt haben und zählen damit zu den stärksten Erdbeben, die in Venezuela in den vergangenen Jahren gemessen wurden. Betroffen sollen vor allem Städte in Zentralvenezuela sein.