Bamberg (hbl) – Die internationale Kolpingfriedenswanderung ist die traditionsreichste Veranstaltung von Kolping Europa. Seit 1968 treffen sich Kolpingmitglieder jedes Jahr, um gemeinsam zu wandern und für den Frieden zu beten. Dieses Jahr war die Kolpingsfamilie Bad Waldsee in Oberschwaben der Ausrichter – und auch von der Bamberger Kolpingsfamilie waren wieder Teilnehmende dabei.
Schon bei der Ankunft in der Stadthalle von Bad Waldsee lag eine besondere Stimmung in der Luft. 350 Kolpinggeschwister aus elf Ländern (Litauen, Polen, Tschechien, Rumänien, Österreich, Slowenien, Kroatien, Schweiz, Luxemburg, Deutschland und Südtirol) waren angereist. Überall gab es ein großes Hallo und herzliche Umarmungen. Kolpinggeschwister sind wie eine große Familie. Wer neu dazukommt, wird aufgenommen, angesprochen, eingebunden. Die Friedenswanderung ist mehr als ein gemeinsames Unterwegssein. Hier sind Adolph Kolpings Friedensaktivisten versammelt – Menschen, die nicht nur über Frieden sprechen, sondern ihn im Miteinander leben wollen.
Am Donnerstagabend traf man sich zum Eröffnungsgottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Peter. Mit Orgelmusik zogen 64 Kolpingbanner in die bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche ein. „Es ist immer ein besonderes Gefühl so viele Kolpingbanner zu sehen“, schwärmte die Bambergerin Maria Postler. Hauptzelebrant und Festprediger war der Nachfolger von Adolph Kolping, Generalpräses Monsignore Christoph Huber aus Köln. In seiner Predigt, sagte er: Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir, so wie in dem Lied, dass wir zum Eingang gesungen haben. Frieden muss täglich gelebt werden, sei es in der Familie oder in der Gesellschaft. Mit Beispielen aus den Kolpingländern Myanmar, Ukraine oder Nigeria, berichtete er, wo Kolping täglich hilft und Mut macht. Nach dem Gottesdienst zogen alle mit zwei Fanfarenzügen zur Stadthalle zur Abendveranstaltung.
