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Papst dankbar für Vereinbarung zu Iran-Krieg - Appell für Ukraine

Vatikanstadt (KNA) – Papst Leo XIV. hat die für Freitag avisierte Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Iran und den USA für ein Ende des Krieges begrüßt. "Das ist ein ermutigendes Ergebnis von Dialog und Verhandlungen", sagte er am Mittwoch auf dem Petersplatz. Er dankte den Ländern, die sich für die Begegnung der Streitparteien engagiert und damit diese Vereinbarung ermöglicht hätten.

 

"Ich hoffe, dass sie dazu beiträgt, das gegenseitige Vertrauen die Sicherheit und die Stabilität im Nahen Osten zu stärken", sagte er bei der Generalaudienz vor Tausenden Menschen. "Und ich hoffe, dass dadurch auch Dialog und Kooperation zwischen den Völkern weiter gestärkt werden."

 

Zugleich erinnerte Leo XIV. an den im Februar 2022 begonnen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, von wo es "schmerzliche Nachrichten" gebe: "So viele unschuldige Opfer, ermordet, Kirchen und kulturelle Stätten von Flammen verwüstet, so viele Menschen weinen um ihre getöteten Lieben", so der Papst. "Ich rufe dazu auf, alles zu tun, dass dieser Krieg endet", so der Papst. "Ich bete zum Herrn, dass es zu einem gerechten und dauerhaften Frieden kommen kann."

 

Appell an Europa nach Spanienreise

 

Zuvor hatte Leo XIV. nach seiner einwöchigen Spanienreise (6.-12. Juni) für die "herzliche Aufnahme und das lebendige Zeugnis des Glaubens des spanischen Volkes" gedankt. Dass er bei seinen Auftritten in Madrid, Barcelona und auf den Kanarischen Inseln von Menschen jeden Alters und jeder Lebenslage freudig empfangen wurde, sei "keineswegs selbstverständlich" in einem Land, das bedeutende gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen durchlaufen habe. Hier zeige sich ein Bedürfnis nach Einheit auf einer Grundlage, die weder ideologisch geprägt sei noch auf Partikularinteressen beruhe, so der Papst.

 

Mit seiner Reise habe er die Gläubigen bestärken und alle ermutigen wollen, Gemeinschaft, Dialog und Einheit zu pflegen, um Spaltungen und Gegensätze zu überwinden. Europa habe ein unschätzbar reiches Erbe an katholischer Tradition und Kultur. "Es ist ein Erbe, das es sorgsam zu bewahren gilt, um es in die heutige globale Welt mit ihren folgenschweren Herausforderungen einzubringen: Frieden, ganzheitliche Ökologie, gerechte und nachhaltige Entwicklung sowie die Achtung der Menschenwürde", forderte er.

 

Mit Blick auf die Kanarischen Inseln, ein Hotspot für Bootsmigranten vor allem aus Westafrika, forderte er "ganzheitliche sowie koordinierte Handlungspläne" für das komplexe Phänomen Migration. Erforderlich sei "der Dialog zwischen den Menschen und zwischen den Völkern, die Begegnung im Geist der Geschwisterlichkeit, die es uns ermöglicht, die Werte des jeweils anderen zu entdecken und zu würdigen", betonte Leo XIV.