München (KNA) – Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) Bayern hat wieder eine Leitung. Bei seiner jüngsten Delegiertenversammlung in Augsburg wurde die 43-jährige Tanja Pichlmeier aus dem niederbayerischen Pfeffenhausen für vier Jahre an die Spitze des Verbands gewählt, wie dieser am Montag in München mitteilte.
Die Wirtschaftsjuristin hatte die Führung bereits im Juli 2025 kommissarisch übernommen. Birgit Kainz war damals ohne Angaben von Gründen überraschend als Landesvorsitzende zurückgetreten. Pichlmeier war schon seit Juli 2022 als stellvertretende Landesvorsitzende vor allem für Finanzen zuständig.
Diese Aufgabe übernimmt Sonja Axthaler (55) aus Landshut. Dem neuen Vorstandsteam gehören weiter an Franziska Bürger-Nock (53) aus Pfarrkirchen, Anna Maria Ederer (65) aus Grafenau, Stephanie Remagen (35) aus Gauting und Inga Maria Schütte (33) aus Eichstätt.
Mehr Schutz für Kinder im Netz
Auf ihrer Versammlung forderten die Delegierten außerdem die politisch Verantwortlichen auf, für mehr digitalen Kinderschutz zu sorgen. "Wir brauchen verbindliche Regeln und konsequente Kontrolle", betonte Pichlmeier.
Der KDFB setzt sich für kindgerechte Apps und Plattformen ein, auf denen ein Endlos-Scrollen nicht mehr möglich ist, Autoplay nicht zum Einsatz kommt und auf versteckte Kaufknöpfe verzichtet wird. Personalisierte Werbung auf Basis von Kinderdaten lehnt der Verband strikt ab. Verstöße gegen das Jugendgesetz sollten konsequenter sanktioniert werden, verlangt der KDFB. Vor allem dürften Kinder nicht länger als Werbefiguren in Sozialen Medien eingesetzt werden.
Mit nach eigenen Angaben rund 100.000 Mitgliedern ist der KDFB Landesverband Bayern der größte Frauenverband im Freistaat. Er setzt sich für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Kirche, Gesellschaft und Politik ein.
