· 

18 Jahre renoviert - Landshuter Jesuitenkirche wird wiedereröffnet

München (KNA) – Lang hat es gedauert, nun ist es soweit: Die Jesuitenkirche Sankt Ignatius in der Landshuter Innenstadt wird Mitte Juni nach 18 Jahre dauernden Renovierungsarbeiten feierlich wiedereröffnet. Das teilte das Erzbistum München und Freising am Mittwoch mit. Ab 2008 erhielt das Gotteshaus ein neues Fundament, da es wie die gotische Stiftsbasilika Sankt Martin auf Holzpfählen in sumpfigem Untergrund errichtet wurde und sich die Isar sowie das Grundwasser seither abgesenkt hatten.

 

Auch Dachstuhl und Gewölbe wurden den Angaben zufolge im Zuge dieser Maßnahmen statisch gesichert. Mit Zustimmung der öffentlichen Zuschussgeber durfte ein durch innovative Bautechniken freigewordener Teil des Projektbudgets für eine zusätzliche Außenrenovierung eingesetzt werden. In einer letzten Etappe sei dann der Innenraum an der Reihe gewesen.

 

Elf Millionen Kosten

 

Die Kosten der Innenrenovierung beliefen sich auf rund 4,6 Millionen Euro, wie es heißt. Sie wurden anteilig von Erzbischöflichem Ordinariat und Kirchenstiftung getragen. Die statischen Maßnahmen der Jahre 2008 bis 2017 kosteten 6,86 Millionen Euro. Die Finanzmittel dafür brachten ebenfalls Ordinariat und Kirchenstiftung auf; dazu kamen öffentliche Fördergelder.

 

Zum Abschluss aller Maßnahmen findet am 16. Juni um 19.00 Uhr ein Festgottesdienst mit Münchens Kardinal Reinhard Marx statt. Für Besucher ist die Nebenkirche der Stadtkirche Landshut dann ab dem Folgetag wieder geöffnet.

In Zukunft sollen dort nicht nur wieder Gottesdienste, sondern auch Konzerte stattfinden. Zudem werde das Heilige Grab der Landshuter Stiftsbasilika, das größte seiner Art im deutschsprachigen Raum, wieder seinen Platz in der Jesuitenkirche finden. Es ist zum nächsten Mal vom 1. März bis 18. Juli 2027 zu sehen.

 

Die Jesuitenkirche ist ein einschiffiger Bau der späten Renaissance. Sie wurde als Kirche des Landshuter Jesuitenkollegs gebaut. Die Grundsteinlegung erfolgte 1631, die Weihe 1640. Baumeister war der konvertierte Jesuit Frater Johannes Holl. Er schuf damit sein größtes Werk und ist auch dort begraben.