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Glaubenszeugen bewegen die Welt

Bamberg (ku) – Was haben Jugendliche, Notfallsanitäter, Pastorale Teams und Pater Rudolf Lunkenbein gemeinsam? Richtig: Sie alle sind nicht nur auf dem Cover des neuen Impuls- und Gebetsheftes zu sehen, das jetzt von der Hauptabteilung Seelsorge des Erzbischöflichen Ordinariats herausgegeben wurde, sie alle bewegten und bewegen vielmehr etwas in ihrem Umfeld, in unserer Welt. „Du bewegst die Welt“ lautet das diesjährige Leitwort des Erzbistums Bamberg, „Du bewegst die Welt“ ist auch die Broschüre überschrieben.

„Wir wollen mit dem Heft mehrere Stränge zusammenbringen, die in diesem Jahr wichtig sind“, so Domkapitular Martin Emge, der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, im Gespräch mit dem Heinrichsblatt. Zusammen mit Monsignore Josef Treutlein hat Emge die Impulse und Gebete entwickelt und zusammengestellt.

 

So wolle man zum einen den 50. Todestag des in Döringstadt geborenen Missionars Pater Rudolf Lunkenbein in den Mittelpunkt der Broschüre stellen, „aber nur Lunkenbein – das würde zu kurz greifen und wäre nicht optimal“, so der Domkapitular. „Er war ein Glaubenszeuge in seiner Zeit, ihn sollen die Menschen in den Gebeten und Impulsen als solchen wahrnehmen. Aber zugleich sollen sie den Bogen weiten und sich fragen, wie jeder und jede Einzelne heute zu einem Glaubenszeugen werden kann, der die Welt bewegt.“

 

Das wird auch in dem Vorwort zur Broschüre deutlich gemacht, wo der Bogen einerseits zu den „Pastoralen Orientierungen“ von Erzbischof Herwig Gössl und zum derzeit laufenden pastoralen Prozess „Entscheiden und Handeln: Für eine Kirche mit Zukunft“ gespannt wird.

 

Darin schreibt Martin Emge mit Blick auf das Bistums-Leitwort „Du bewegst die Welt“: „Wir müssen nicht nur die Kirche als Organisation, sondern vor allem auch uns selbst und damit auch unsere Welt bewegen und verändern.“ 

 

Nach seinen Worten könne das Leitwort motivieren, nach dem intensiven Heiligen Jahr 2025 mit all seinen Aktionen und Projekten am Ball zu bleiben und die Dynamik einer bewegten und pilgernden Kirche weiter schwingen zu lassen. 

„Du bewegst die Welt“ – das treffe auch auf den Salesianerpater Rudolf Lunkenbein zu, der am 15. Juli 1976, also vor 50 Jahren, für seinen Einsatz für die Frohe Botschaft und für die Menschen in Mato Grosso Brasilien getötet wurde. Martin Emge: „Das Leitwort gilt aber auch für die vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, die als Alltagsheldinnen und -helden durch ihr christliches Lebenszeugnis Farbe bekennen.“

 

Das „Du“ in dem Leitwort will der Hauptabteilungsleiter Seelsorge in zweierlei Hinsicht verstanden wissen: Als das vertraute „Du“ zu Gott, dem Schöpfer, dem Weltbeweger, der auch heute führt und bewegt. Mit „Du“ könne aber auch Jeder und Jede angesprochen werden, die in Gottes Namen unterwegs ist, und mit den Gaben und Charismen die Welt bewegt und gestaltet. 

 

„Wenn wir auf Pater Lunkenbein und sein Wirken schauen, dann können wir erkennen, was eine einzelne Person bewirken kann statt nur zu denken ,Was kann ich als Einzelner denn erreichen?‘ “ so Emge. „Wenn wir alle anfangen, unseren Teil für und in der Kirche und in der Welt beizutragen, dann wird sich das Gesicht der Welt verändern.“

Gerade der pastorale Prozess „Entscheiden und Handeln“ lasse viel Spielraum und auch Erzbischof Gössl gebe mit seinen „Pastoralen Orientierungen“ den Menschen vor Ort in den Pfarreien und Seelsorgebereichen Spielräume, Neues zu wagen. „Wir werden auch Manches zurücklassen müssen“, weiß Emge. „Aber deshalb stirbt die Kirche doch nicht. Es kann vielmehr neue Aufbrüche geben.“ Nach seiner Ansicht könnten auch die im März neu gewählten Pfarrgemeinderäte zu diesen Neuaufbrüchen beitragen und etwas in Bewegung bringen.

 

Und so sind in der jetzt veröffentlichten Broschüre fünf Kernpunkte der „Pastoralen Orientierungen“ aufgegriffen worden: Gesandt ins Heute; Miteinander gestalten; Neues ermöglichen; Vernetzt handeln; Wesentliches stärken – Mögliches freisetzen. Zu jedem dieser Punkte gibt es Gebetsbausteine, die in Gottesdiensten und Wortgottesfeiern eingebaut werden können.

 

Ein weiterer Gebetsbaustein mit dem Titel „Ein Glaubenszeuge bewegt die Welt“ befasst sich mit Pater Lunkenbein. Für seine Seligsprechung gibt es zudem auf der Rückseite der Broschüre ein Gebet.

 

„Wir haben versucht, das pastoral-theologische Papier unseres Erzbischofs geistlich und spirituell zu vertiefen, um in diesem Prozess bewusst mit Gott zu gehen, der uns bewegen soll“ sagt Domkapitular Emge. „Wenn Gott mit im Spiel ist, kann er uns Orientierung schenken.“ 

 

Im letzten Teil der Broschüre geht es schließlich um Initiativen, die auf der Homepage https://dubewegstdiewelt.de zu finden sind und die zum Mitmachen einladen. Dort können Menschen ihr ganz persönliches Glaubenszeugnis ablegen. Es wird aber auch dazu angeregt, Prominente und andere Persönlichkeiten nach ihrem Glaubenszeugnis zu fragen. Und es können Videoclips zum Bistumsmotto eingestellt werden. Die besten werden am Ende prämiert.