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Digitale Vielfalt entdeckt

Die digitale Datenverarbeitung ermöglicht die Unterstützung im Umweltschutz, der Landwirtschaft oder im Cita-Management. Foto: Brigitte Pich
Die digitale Datenverarbeitung ermöglicht die Unterstützung im Umweltschutz, der Landwirtschaft oder im Cita-Management. Foto: Brigitte Pich

Forchheim (bp) – Sie wollen Digitalisierung erlebbar machen, die Mitarbeiter des BayernLab. Und das wollten sich 29 Frauen des Katholischen deutschen Frauenbundes aus der Region Forchheim dann auch mal genauer anschauen. 

 

Bayernweit heißen an 13 Standorten BayernLabs als Fachbereich der jeweiligen Vermessungsämter Gäste willkommen – oder bieten vor Ort Veranstaltungen mit Vorträgen, Workshops und interaktiven Angeboten für alle Altersgruppen an. Für die Besucherinnen vom Frauenbund in der Dechant-Reuder-Straße in Forchheim gab es spannende Einblicke in die immer mehr werdenden Möglichkeiten der Digitalisierung. Vom visualisieren von Überschwemmungsgebieten, über das KI gesteuerte Komponieren, bis hin zum 3D gedruckten Haus. 

 

Naheliegend, dass Fachbereichsleiter Harald Bürger mit einem Einblick in vermessungstechnische Möglichkeiten startete. Genutzt werden könnten die verwerteten Daten etwa in der Landwirtschaft, für Umwelt- und Gewässerschutz oder für die Einsätze der Feuerwehr. Eine der Teilnehmerinnen kannte den vorgestellten BayernAtlas, den sie bei der Suche nach Radwegen nutze. Zum Umgang mit dem BayernAtlas biete das BayernLab beispielsweise Kurse in Zusammenarbeit mit der VHS Forchheim an. Eine weitere Nutzung eröffnen „Smart-Citys“, die freie Parkplätze anzeigen, Orte in der Stadt, die am kühlsten sind ... 

 

Erstaunt waren die Besucherinnen auch über die geringen Kosten, für die man sich bereits einen 3D-Drucker Zuhause hinstellen kann. Rund 150 bis 300 Euro sind es für einen FDM-Drucker, für modernere etwa 400 Euro. Ob Werkteile in geringer Stückzahl, fehlendes Ersatzteil im Reparatur-Café oder Deko- und Spaßartikel – die Möglichkeiten sind bereits für einfache Drucker groß. Ebenso wie das bereits vorhandene Programm-Angebot, das im Internet für zig Teile teils kostenfrei heruntergeladen werden kann. 

 

Ob über Video der Aufbau eines gedruckten Hauses, oder über Touchscreen die Kommunikation mit KI – die BayernLab-Besucherinnen erhielten teils spielerisch Einblick in aktuelle digitale Themen bis hin zur Robotik. Anschaulich und unterhaltsam demonstriert mit einer aus Lego-Bausätzen zusammengesetzten Farben-Sortiermaschine oder mit dem tanzenden und Fragen beantwortenden humanoide Roboter (kleines Bild). In der Industrie haben Roboter längst ihren festen Platz, in der Gastro und im Servicebereich verschiedener Einrichtungen kommen humanoide Roboter ebenfalls zum Einsatz und übernehmen mehr und mehr Aufgaben. 

 

Wie groß die verarbeitete Datenmenge in KI gestützten Systemen bereits ist, lässt sich nur schwer einschätzen. Ebenso die immer größer werdenden Möglichkeiten. Und die damit verbundenen Herausforderungen und Gefahren. Auch darüber informieren BayernLabs in Vorträgen, Workshops oder online. Sie vermitteln digitale Kompetenzen zu verschiedensten Themen, bis hin zum Einstieg in die Roboter-Programmierung. Einzelne Online-Vorträge werde simultan in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Der Youtube-Kanal bietet Kurz-Videos und Interviews. Die BayernLabs verstehen sich als offene Zentren für digitale Wissensvermittlung und haben dienstags und mittwochs zwischen 10 und 16 Uhr ihre Türen geöffnet.