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Wettbewerbsfähigkeit durch Kooperation gestärkt

Bamberg (pm) – Persönliche und berufliche Bildung sowie lebenslanges Lernen sind zentrale Voraussetzungen für eine selbstbestimmte und gemeinwohlorientierte Lebensgestaltung. Dieses Bildungsverständnis prägte auch das Jahr 2025 im Kolping-Bildungswerk im Erzbistum Bamberg. 

 

Mit einem breiten Angebot unterstützte die Einrichtung erneut zahlreiche Menschen – und das mit Erfolg: „Im vergangenen Jahr konnten wir über 7000 Menschen fördern und ihnen neue Lebensperspektiven eröffnen“, betont Vorstand Dirk Liebherr. Ein besonderer Schwerpunkt lag weiterhin auf der Integrationsarbeit für Geflüchtete und Zugewanderte. Durchgeführt wurde eine Vielzahl von Maßnahmen zur Sprachförderung, kulturellen Integration und zur allgemeinen Bildung. Angeboten wurden auch lebenspraktische Unterstützung sowie verstärkt Maßnahmen zur beruflichen Orientierung und Qualifizierung. 

 

Als einen weiteren Schwerpunkt nennt Dirk Liebherr die Leistungen an Schulen. Das Spektrum reicht hier vom Unterricht der Adolph-Kolping-Berufsschule Bamberg, über die Ganztagsangebote, die vertiefte Berufsorientierung bis hin zu Berufsintegrationsklassen und der Jugendsozialarbeit an Schulen. Die Berufseinstiegsbegleitung an Mittelschulen wurde intensiviert und nun auch in Coburg und Fürth durchgeführt.  

 

Ein weiteres Handlungsfeld waren die vielfältigen berufsvorbereitenden Bildungs- und Ausbildungsmaßnahmen, die in enger Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und sozial engagierten Kooperationsbetrieben diözesanweit durchgeführt werden. Angeboten wird eine breite Palette an Berufen im kaufmännischen und gewerblich-technischen Bereich. Die behindertenspezifischen Ausbildungsmaßnahmen wurden diözesanweit auf über 260 Plätze ausgeweitet. 

 

Besondere Bedeutung hatte wie in den Vorjahren auch die Begleitung von arbeitslosen Menschen. „Über 700 arbeitslose Personen, davon viele Langzeitarbeitslose, konnten wir 2025 fördern und berufliche Perspektiven eröffnen“. Die vielfältigen beruflichen Eingliederungsmaßnahmen werden in enger Zusammenarbeit mit den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern durchgeführt. Kolping konzentriert sich dabei auf die diejenigen, die besonders Unterstützung brauchen, wie Jugendliche ohne Berufsschulabschluss, gering qualifizierte Menschen mit Migrationshintergrund oder auch ältere Arbeitslose. In Bayreuth wurde ein neues Bewerbercenter eingerichtet. 

 

Innovationen und neue Projekte 

 

Als wichtigen Schritt nennt Dirk Liebherr die Gründung der Stiftung Kolping-Bildungswerk Franken gemeinsam mit der Kolping-Mainfranken GmbH. In diese Stiftung wurden alle Rechtsträger der Kolping-Bildungswerke in Bamberg und Würzburg eingebracht. Ziel ist es, durch engere Zusammenarbeit die langfristige Wettbewerbsfähigkeit im Bildungsbereich zu sichern. 

 

Auch beim Neubau der Adolph-Kolping-Berufsschule Bamberg wurden Fortschritte erzielt: Die grundsätzliche Förderfähigkeit wurde bestätigt, sodass nun die weiteren Planungen konkretisiert werden können. 

 

Im Jahr 2025 starteten zudem neue Projekte: 

• Das Projekt „Neustart Pflege“, Ansbach verbindet eine praxisnahe Qualifizierung in Pflege und Hauswirtschaft mit gezielter Persönlichkeitsentwicklung. Die Teilnehmenden erwerben grundlegende fachliche Kompetenzen, werden zugleich in ihren sozialen Fähigkeiten gestärkt und auf die Anforderungen im Pflegealltag vorbereitet. Ein begleitendes Praxisumfeld fördert zusätzlich Selbstvertrauen und Motivation und erleichtert den Einstieg in ein Beschäftigungsverhältnis. 

• Das Projekt „LEAH 2.0“, Bayreuth richtet sich an Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund, die Unterstützung beim Zugang zum Arbeitsmarkt benötigen. Im Mittelpunkt stehen Aktivierung, Orientierung und der schrittweise Aufbau grundlegender beruflicher Kompetenzen. Durch praxisorientierte Aufgaben, Sprachförderung und die Förderung von Teamfähigkeit sowie Alltagsstruktur werden die Teilnehmenden stabilisiert und gezielt auf eine nachhaltige Integration in Arbeit vorbereitet. 

• Der Offene Ganztag an der Oskar-Sembach-Realschule in Lauf an der Pegnitz, der seit dem Schuljahr 2025/2026 vom Kolping-Bildungszentrum Nürnberg verantwortet wird, ergänzt das Angebot im schulischen Bereich. Rund 75 Schülerinnen und Schüler werden an vier Nachmittagen pro Woche betreut und gefördert. Durch die Verbindung von Lernzeiten, Freizeitangeboten und individueller Unterstützung entsteht ein verlässlicher Lern- und Lebensraum, der die persönliche Entwicklung stärkt und zugleich Familien sowie Schule entlastet. 

 

Positive Gesamtbilanz 

 

Insgesamt zieht das Kolping-Bildungswerk eine sehr positive Bilanz: In der Kolping-Akademie, der Adolph-Kolping-Berufsschule, den regionalen Bildungszentren und den Kolping Second-Hand Shops wurde erfolgreich gearbeitet. Die große Anerkennung der Teilnehmenden bestärke den eingeschlagenen Weg einer werteorientierten Bildungs- und Integrationsarbeit. 

 

„Diese Leistungen wären ohne die enge Zusammenarbeit mit Partnern aus Politik, Kirche, Wirtschaft und Verwaltung nicht möglich gewesen“, so Vorstand Liebherr. Auch 2026 wolle man gemeinsam daran arbeiten, Qualifikationen zu stärken und die Lebenschancen vieler Menschen weiter zu verbessern.