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Ein Leben für die Sozialarbeit

Bamberg (pm) – Der Paritätische Bayern – Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Bayern e.V. hat die ehemalige iSo-Vorständin Ulrike Diehl für ihr herausragendes Lebenswerk im Bereich der Sozialarbeit mit dem Luise-Kiesselbach-Preis 2026 ausgezeichnet. 

 

Ulrike Diehl war Gründungsmitglied und 40 Jahre lang Vorstand des iSo – Innovative Sozialarbeit e.V. und prägte den Entwicklungsweg des Vereins seit seinen frühen Anfängen maßgeblich. Bei der Gründung des damaligen Vereins „Aktion gesundes Leben“ stand eine neue, präventionsorientierte Form der Sozialarbeit im Mittelpunkt. Unter ihrer Leitung entwickelte sich der Verein von der Gesundheitshilfe hin zur Jugendhilfe und ist heute ein bedeutender Träger der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit in Bamberg, Coburg und der Region. „Dass sich aus dieser Idee ein Verein entwickelt hat, der junge Menschen stärkt und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht, erfüllt mich mit großer Freude“, sagt Diehl rückblickend. Sie betont die Bedeutung der Menschen im Verein: „Wie bei einer Sportmannschaft trägt jeder Einzelne zum Erfolg bei. Diese Professionalität, Innovationskraft und menschliche Verbundenheit machen iSo aus.“

 

Der Luise Kiesselbach Preis wird alle zwei Jahre vom Paritätischen Bayern für herausragen- des bürgerschaftliches Engagement vergeben. Ulrike Diehl erhielt die Ehrung in der Kategorie Lebenswerk und wird damit für ihr jahrzehntelanges Engagement und ihren nachhaltigen Einfluss auf die moderne Jugend- und Sozialarbeit ausgezeichnet. Das Motto der Preisverleihung 2026 lautete: „Für ein gutes Leben – Begegnung und Zusammenhalt stärken“.

 

Die Preisverleihung in München bot Gelegenheit, Ulrike Diehl für ihre visionäre Arbeit und ihren unermüdlichen Einsatz zu ehren. Mit der Übergabe des Vorstandsamtes an Torsten Schrör im Dezember 2025 hat die neue Vorstandsgeneration die Arbeit von Ulrike Diehl fortgeführt und neue Impulse für den Verein gesetzt. Die Auszeichnung unterstreicht die nachhaltige Wirkung ihres Engagements für iSo und die Region.

 

Die Preisverleihung würdigte weitere Projekte und Organisationen aus Bayern, die durch bürgerschaftliches Engagement, gesellschaftliche Innovation und demokratisches Handeln wirken, darunter Initiativen zu Schulmediation, Medienscouts in Schulen und barrierefreien Häusern. Die Bedeutung der Zivilgesellschaft für die Demokratie wurde in der Veranstaltung von Rainhard Manthe, Vorstand der Stiftung Bildung, besonders hervorgehoben: „Demokratien brauchen das Vertrauen ihrer Bürgerinnen und Bürger. Eine aktive Zivilgesellschaft stärkt das Zusammenleben, fördert Innovation und unterstützt dort, wo Staat und öffentliche Institutionen nicht nah genug dran sind.“