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Welthungerhilfe fordert von der Sudankonferenz konkrete Zusagen

Berlin (KNA) – Kurz vor der Geberkonferenz für den Sudan fordert die Welthungerhilfe von den teilnehmenden Staaten konkrete Zusagen. Es brauche einen uneingeschränkten Zugang für Helfer ins Land, einen Schutz der Zivilgesellschaft und eine verlässliche und flexible Finanzierung humanitärer Hilfe, teilte die Organisation am Dienstag in Berlin mit. Sexualisierte Gewalt müsse beendet und Hunger dürfe nicht länger als Kriegsmittel eingesetzt werden.

 

An der Sudankonferenz am Mittwoch nehmen unter anderem Deutschland, die USA, Frankreich und Großbritannien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und Ägypten teil.

 

Drei Jahre nach Beginn des Krieges habe sich die Lage im Sudan zur "größten humanitären Krise weltweit" entwickelt, so die Welthungerhilfe. Fast zwei Drittel der Bevölkerung benötigten Hilfe, mehr als 11,6 Millionen Menschen seien auf der Flucht. Mehr als 19 Millionen litten unter akutem Hunger.

 

Bedarf laut UN kaum gedeckt

 

Gleichzeitig bleibe die internationale Finanzierung von Hilfe weit hinter dem Bedarf zurück, kritisierte die Hilfsorganisation. Laut den Vereinten Nationen sind für das Jahr 2026 bislang nur rund 16 Prozent der benötigten Mittel gedeckt.

 

Die Arbeit im Land ist der Welthungerhilfe zufolge für humanitäre Organisationen mit hohen Risiken verbunden. "Der Sudan ist eines der gefährlichsten Einsatzländer für humanitäre Hilfe", sagte Generalsekretär Mathias Mogge. "Unsere Teams arbeiten unter permanenter Unsicherheit: Jeder Tag erfordert neue Entscheidungen darüber, wie Hilfe überhaupt möglich ist."

 

Die Welthungerhilfe ist nach eigenen Angaben seit 1998 im Sudan aktiv und trotz der schwierigen Sicherheitslage in mehreren Landesteilen tätig.