Fürth (hbl) – Die Festveranstaltung zum Jahr der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit 2026 – 5786/87 in Fürth fand in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula des Helene-Lange-Gymnasiums (HLG) statt. In Vertretung des Hausherrn Markus Drechsel begrüßte der stellvertretende Schulleiter Christian Preitschaft die Ehrengäste, Schüler und Schülerinnen. Preitschaft sandte eine Botschaft des Miteinanders, der Versöhnung und der Zusammenarbeit aus. Gerade aufgrund angestiegener antisemitischer Vorfälle weltweit trage das Motto der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in diesem Jahr „Schulter an Schulter miteinander“ den Aufruf in sich, füreinander einzustehen, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, insbesondere im Alltag Vorurteilen entgegenzutreten. Der Pädagoge zitierte Psalm 34,15: „Suche Frieden und jage ihm nach“ und stellte fest: Frieden entsteht nicht aus sich selbst, er muss aktiv gesucht und gefördert werden.
Spuren in der Stadt
Bürgermeister Markus Braun schloss mit Verweis auf die dem HLG benachbarte, in neuem Glanz erstrahlende Krautheimer Krippe an die Spuren jüdischen Lebens in Fürth an. Das Motto „Schulter an Schulter miteinander“ ist für ihn ein klarer Auftrag, „in unserer Gesellschaft zusammenzustehen, einander auszuhalten, einander zuzuhören und dort Haltung zu zeigen, wo Menschenwürde, Respekt und Frieden in Frage gestellt werden“. Auch angesichts der weltpolitischen Konflikte und des daraus resultierenden Leids forderte Braun, an Grundwerten wie Mitmenschlichkeit, Verantwortung und Bereitschaft zum Dialog festzuhalten. Konflikte seien durch Verständigung und Verhandlung zu lösen. „Nicht das Recht des Stärkeren, sondern die Stärke des Rechts“ seien Maßstab und Orientierung.
