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"European Magazine Award" für "innehalten" des Sankt Michaelsbundes

München (KNA) – Der Sankt Michaelsbund hat eine bedeutende publizistische Auszeichnung erhalten. Das katholische Medienhaus der Erzdiözese München und Freising wird laut Mitteilung vom Freitag für seine Umwandlung der traditionsreichen "Münchner Kirchenzeitung" in das Magazin "innehalten" mit dem "European Magazine Award 2026" in der Kategorie "Magazine Relaunch" geehrt.

 

Damit würdige die Jury die konsequente Neuausrichtung und damit ein wettbewerbsfähiges katholisches Magazin, heißt es. Dieses zeige, wie wertebasierter Journalismus heute relevant und anschlussfähig gestaltet werden könne. Die Preisverleihung findet am 17. Juni in Wien im Rahmen des European Publishing Congresses statt.

 

Seit Ostern 2024 erscheint die einst klassische kirchliche Wochenzeitung, die 1908 gegründet wurde, als 14-tägliches Magazin. Unter dem programmatischen Motto "Magazin für Gesellschaft, gutes Leben und Spiritualität" richte sich das Heft an Leserinnen und Leser, die Orientierung, Einordnung und Inspiration suchten, jenseits reiner Nachrichtenlogik, heißt es. Statt schneller Updates setze das Konzept bewusst auf Tiefe, Reflexion und Relevanz.

 

Antwort auf veränderte Mediennutzung

 

"Der Relaunch ist unsere Antwort auf veränderte Mediennutzung und gewachsene inhaltliche Ansprüche", erklärte der Geschäftsführende Direktor des Michaelsbundes, Stefan Eß. "Wir haben ein Magazin geschaffen, dass innehalten lässt im besten Sinne: mit Haltung, Substanz und Resonanz."

 

Das Konzept sehe vor, Spiritualität aus einer kirchlichen Binnenperspektive herauszulösen und in eine lebensnahe, gesellschaftliche anschlussfähige Magazinlogik zu überführen, heißt es weiter. Zudem sollen neue Zielgruppen überzeugt werden, insbesondere werteorientierte Leserinnen und Leser in konservativ gehobenen und postmateriellen Niveaus.

 

Zukunftsmodell der katholischen Publizistik

 

Journalistisch setzt das Magazin den Angaben zufolge auf Hintergründe, Reportagen, Interviews und Debatten, die Orientierung ergeben und Perspektiven eröffnen sollen. Print und Digital griffen bewusst ineinander. Der Relaunch sei zugleich organisatorisch wie redaktionell ein Zukunftsmodell für die katholische Publizistik. Denn "innehalten" entstehe in Kooperation von Verlagen und Redaktionen aus 15 weiteren deutschen Bistümern.

 

Gemeinsam genutzte Inhalte, erstellt von der Redaktion der Verlagsgruppe Bistumspresse in Osnabrück, und ein gemeinsames Content Management System, das die Bonifatius GmbH in Paderborn betreibe, ermöglichten es, ausgewählte und sorgfältig kuratierte überregionale Inhalte mit regionaler Verankerung der Redaktionen in den Bistümern zu verbinden.