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"Frauen im geteilten Deutschland"

Kronach (hs) – Heimchen am Herd“ oder knallharte Karrierefrau; robuste Arbeiterin oder Rabenmutter – Seit über drei Jahrzehnten ist die deutsche Teilung Geschichte. Dennoch werden noch immer Frauen aus Ost- und Westdeutschland viele Stereotypen zugeschrieben. Welches Leben sich wirklich hinter diesen deutsch-deutschen Klischees verbirgt – Davon können sich alle Interessierten aktuell in der Kronacher Synagoge selbst ein Bild machen; eröffnete hier doch der DGB-Kreisverband Kronach in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsstelle die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ der Bundesstiftung für Aufarbeitung der SED-Diktatur. 

 

„Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist heute rechtlich verankert – und doch noch längst nicht vollständig verwirklicht. Unterschiede bei Einkommen und Vermögen, bei der Verteilung von Sorgearbeit oder in Führungspositionen zeigen, dass strukturelle Ungleichheiten fortbestehen“, bedauerte Lisa Gratzke in ihrer Einführung in die Ausstellung, über die sie sich als Gleichstellungsbeauftragte besonders freue. 

 

Politik macht Unterschied

 

Die Geschichte der Frauen im geteilten Deutschland lehre uns zweierlei – erstens, dass politische Rahmenbedingungen einen Unterschied machten, und zweitens, dass gesellschaftlicher Wandel ohne Engagement nicht möglich sei. Die Ausstellung würdige die Lebensleistungen von Frauen in Ost und West und fordere uns zugleich auf, genauer hinzusehen – wo wir heute stehen, welche Fortschritte wir erreicht haben und wo weiterhin Ungleichheiten bestehen. 

 

„Gleichstellung ist kein abgeschlossenes Kapitel; sondern eine dauerhafte gesellschaftliche Aufgabe“, bekundete sie, das Gezeigte auch als Einladung zum Dialog über Erfahrungen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu verstehen sowie zum gemeinsamen Überlegen, wie man Gleichstellung heute weiterentwickeln könne. Ihr Dank galt insbesondere dem Vorsitzenden des DGB-Kreisverbands Kronach, Wolfgang Schmitt, das Zeitdokument nach Kronach geholt zu haben. 

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 12/2026