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Starkes Fundament für persönliche Entwicklung

In Anlehnung an Motive aus dem Himmelsgarten gab es für die Mitwirkenden Narzissen und Ananas als Dankeschön. Foto: Jürgen Schraudner
In Anlehnung an Motive aus dem Himmelsgarten gab es für die Mitwirkenden Narzissen und Ananas als Dankeschön. Foto: Jürgen Schraudner

Bamberg (pm) – Das hat es bei einer Semestereröffnung der Volkshochschule (VHS) Bamberg Stadt noch nie gegeben: Der Große Saal und alle Seminarräume waren friedlich „besetzt“ – dank der Smartboard-Ausstattung konnten die Gäste die Live-Übertragung aus dem restlos gefüllten Großen Saal verfolgen. Rund 500 Interessierte waren ins Alte E-Werk gekommen, um den Festvortrag „Im Schutz des Engels: Die Gesamtinstandsetzung der Kirche St. Michael (2012–2026)“ zu erleben.

 

Weiterhin bemerkenswert: Der Vortrag von Finanz- und Stiftungsreferent Bertram Felix und Bauleiterin Dipl.-Ing. (FH) Karin Hamper aus dem Immobilienmanagement dauerte zwei Stunden – und blieb dennoch kurzweilig. Sie skizzierten 13 Jahre Sicherung, Forschung und Baugeschehen – und beantworteten die Frage, was geschah, wenn auf der Baustelle scheinbar nichts zu sehen war. Stein des Anstoßes für das Mammutprojekt war am 6. November 2012 ein zwei Kilo schwerer Putzbrocken, der sich aus dem Gewölbe löste und in eine Kirchenbank schlug.

 

Die 1015 gegründete ehemalige Benediktinerabtei zählt laut Felix zu den „Kronjuwelen“ des Unesco-Welterbes Bamberg. Sie gehört der Bürgerspitalstiftung Bamberg, die treuhänderisch von der Stadt verwaltet wird. Nach dem Schadensereignis 2012 begannen umfassende Voruntersuchungen – vergleichbar mit einer medizinischen Diagnose, so Karin Hamper. Das Ergebnis: komplexe statische Probleme und akute Einsturzgefahr. 2015 sicherten Spannanker wie ein Korsett das Bauwerk – Voraussetzung für alle weiteren Maßnahmen. 

 

Es folgten statische Instandsetzungen an Dach, Mauerwerk und Gründung sowie Voruntersuchungen von Fassaden und Innenraum mit dem berühmten Himmelsgarten. Ab 2020 konnten dank großzügiger Fördermittel die Restaurierungsarbeiten fortgesetzt werden. Felix und Hamper illustrierten anschaulich die Dimension des Projekts: über 2600 Beteiligte, 34 Gewerke, 74 Fachfirmen und Details wie 4,5 Kilometer Fugen am Westwerk. Felix verglich die Sanierung mit einem großen Legoprojekt mit Tausenden Teilen, die fotografiert, dokumentiert, gereinigt, instandgesetzt oder abgenommen, eingelagert und nun wieder an den richtigen Platz zurückgebracht werden mussten. Bis 2031 werden weitere Teilbereiche der Klosteranlage instandgesetzt.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 11/2026