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"In Lauf erlebe ich ein gutes Miteinander"

Lauf (fb/hbl) – Am Anfang versammelten sich nur wenige Personen, Gäste der umliegenden Cafés blickten mit Neugierde auf die Bühne. Dann setzte die Percussiongruppe „Bo Africo“ ein und der Platz am Hersbrucker Tor in Lauf an der Pegnitz füllte sich zum sechsten Gedenktag für die Opfer des rassistischen Terroranschlags in Hanau. Am 19. Februar 2020 ermordete ein 43-jähriger Deutscher in der hessischen Stadt neun Menschen mit Migrationshintergrund, anschließend tötete er seine Mutter und sich selbst. Erst vor wenigen Wochen ist ein weiterer Überlebender an den Folgen des Anschlags gestorben.

 

Ein breites Bündnis aus Religionsgemeinschaften, Jugendverbänden, Schulen, Vereinen und Initiativgruppen hatte zu der Veranstaltung in Lauf aufgerufen. Das Motto verknüpfte Geschichte und Zukunft: „Lebensläufe – Wir gestalten Zusammenhalt“. Michael Groß von der Caritas Nürnberger Land begrüßte die Besucher sowie Vertreter aller demokratischen Parteien, die durch ihre Präsenz das Anliegen unterstützten.

 

Wertschätzender Umgang

 

„Ich lebe gerne in Lauf“, so führte Pfarrer Kuno Hauck, Vertreter von Amnesty International, in die Veranstaltung ein. „In Lauf erlebe ich auch ein sehr gutes Miteinander der verschiedenen Menschen.“ Er verweist auf den wertschätzenden Umgang miteinander beim Fest der Nationen, die vielfältige Gastronomie und Veranstaltungen wie etwa das interreligiöse Friedensgebet. Anschließend erinnerte Hauck an die Opfer von Hanau und die Überlebenden. „Rechtsextremismus habe keinen Platz unter uns“, so der Geistliche. „Unsere erste Frage sollte immer lauten: „Was brauchst du, Mensch?“

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 11/2026