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Im Auf unf Ab des Lebens: unterwegs mit Gott

Maria Sponsel (rechts) und die Ehrenamtlichen erhielten vom Klinikum zur offiziellen Einführung des Besuchsdienst einen Blumenstrauß. Den Gottesdienst hielt  Leitender Pfarrer Florian Stark. Foto: Brigitte Pich
Maria Sponsel (rechts) und die Ehrenamtlichen erhielten vom Klinikum zur offiziellen Einführung des Besuchsdienst einen Blumenstrauß. Den Gottesdienst hielt Leitender Pfarrer Florian Stark. Foto: Brigitte Pich

Ebermannstadt (bp) – Sie möchten etwas zurückgeben. Hören was die Menschen bewegt: die Ehrenamtlichen des seelsorglichen Besuchsdienstes im Klinikum in Ebermannstadt. Ganz offiziell wurden sie nun von Klinik und Seelsorgenden willkommengeheißen – mit Blumen und einem Gottesdienst, den Florian Stark, Leitender Pfarrer für den Seelsorgebereich Fränkische Schweiz, im Klinikum feierte. 

 

„Der Schwerpunkt hier liegt auf der Seelsorge“, erläuterte Gemeindereferentin Maria Sponsel im Gespräch mit dem Heinrichsblatt. So gehörten zu den Inhalten des Ausbildungskurses auch Themen rund um den Glauben und seine Bedeutung in der Seelsorgearbeit. 

 

Der Kurs für die ehrenamtlichen Begleiterinnen hatte bereits vergangenes Jahr stattgefunden und wurde von zwei der vier ehrenamtlichen Frauen absolviert. Die anderen beiden seien schon länger dabei, so Sponsel. 

 

Die Ausbildung umfasste insgesamt sechs Abende und zwei Samstage und lief parallel zu Besuchsdiensten im Ebermanstädter Klinikum. Allen voran gehörte zu den Inhalten die Einführung in das seelsorgliche Gespräch und die Frage: „Wie beginne ich ein Gespräch“. 

 

Auch speziell die seelsorgerliche Gesprächsführung und Gesprächsinterventionen standen auf der Agenda. Nicht fehlen durfte die Einführung in die verbale und nonverbale Kommunikation, Fragen zur Hygiene im Krankenhaus sowie das Thema Nähe und Distanz, das im Besuchsdienst immer wieder eine Rolle spielt. Schließlich beschäftigten sich die Kursteilnehmerinnen an einem Kursabend mit Gefühlen in der Seelsorge. 

 

Austausch

 

Fester Bestandteil aller Kursabende war die Besprechung der Protokolle, die die Ehrenamtlichen über den Verlauf einzelner Gespräche im Klinikum machten. So entstand ein Austausch über neue Erfahrungen, die Möglichkeit zur Reflexion und es konnten eventuell auftretende Fragen leichter besprochen und geklärt werden. Am letzten Tag standen dann die Abschlussberichte auf der Agenda. Der Fokus lag auf den Fragen „Meine Rolle, meine Aufgabe als ehrenamtliche Seelsorgerin: wofür bin ich (nicht) da? Was ist meine „Mission“? Beendet wurde der Kurs mit einem liturgischen Abschluss mit Überreichung der Teilnahmebescheinigung.

 

Unterwegs mit Gott

 

 

Der Leitende Pfarrer rief den Ehrenamtlichen im Gottesdienst zu erwartungsvoll zu bleiben und mit Gott zu gehen. Das aktuelle Evangelium, als die Jünger mit Jesus auf den Berg gehen, sei ein Bild für unser Leben: wir wissen nicht was kommt, wann wir oben sind, aber es ist anstrengend. „Wir wissen nicht, wann es heim geht, wann es besser wird, wann wir über dem Berg sind“, machte Florian Stark deutlich. Deswegen bräuchten wir die Weggemeinschaft, auch mit Pflegenden, Ärzten und Ärztinnen. Dann bekämen wir Kraft weiter zu gehen. Dann könnten die Ehrenamtlichen den Menschen, bei denen sie an die Tür klopfen, ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Unterwegs mit Gott könnten auch wir, wie die Jünger, Gipfelmomente erleben, würden immer wieder Kraft für unseren Lebensweg erfahren. Der Glaube sei Kraft und Weggemeinschaft.