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"Es macht keinen Sinn zu jammern und zu klagen

Dass ein Rückblick auf vier Jahre Gremiumsarbeit nicht unbedingt langweilig sein muss, zeigte sich beim von Geschäftsführerin Juliana Sitzmann moderierten Quiz „Wer weiß das (noch)?“. Foto: Andreas Kuschbert
Dass ein Rückblick auf vier Jahre Gremiumsarbeit nicht unbedingt langweilig sein muss, zeigte sich beim von Geschäftsführerin Juliana Sitzmann moderierten Quiz „Wer weiß das (noch)?“. Foto: Andreas Kuschbert

Vierzehnheiligen (ku) – Ein intensiver Gedankenaustausch mit Erzbischof Herwig Gössl zu verschiedenen aktuellen Themen am Freitagabend und ein Rückblick auf die Arbeit in den vergangenen vier Jahren – das waren die Hauptpunkte der Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats im Erzbistum Bamberg, zu der rund 50 Delegierte am vergangenen Wochenende im Diözesanhaus Vierzehnheiligen zusammenkamen.

 

In seinem Eingangsstatement, von der stellvertretenden Diözesanratsvorsitzenden Dr. Eva Russwurm auch scherzhaft „Rede zur Lage der Nation“ betitelt, sagte Erzbischof Herwig, dass die Entwicklungen im Erzbistum nicht unbedingt zu Begeisterungsstürmen hinreißen würden. Als einen erfreulichen Gegentrend sah der Bamberger Oberhirte in diesem Zusammenhang die gestiegene Beteiligung an den Pfarrgemeinderatswahlen am 1. März. 

 

„Es macht aber keinen Sinn zu jammern und zu klagen“, so Gössl. „Entscheidend ist das, was wir beeinflussen können. Als Christinnen und Christen sollten wir schauen, wo wir uns einbringen können und wie wir die Welt vor Ort in unseren Gemeinden und Seelsorgebereichen gestalten.“ Nach seinen Worten werde ein solches Engagement positive Erfahrungen und Reaktionen hervorrufen, „aber auch Dankbarkeit, dass es Menschen gibt, die sich kümmern“. So könne Kirche in unsicheren Zeiten Halt und Orientierung geben. 

 

Als eine „wunderbare Erfahrung“ bezeichnete es Erzbischof Herwig, dass sich immer wieder Menschen ganz bewusst für die Kirche entscheiden. Gössl: „Es ist eine Suche da, die mit Zuversicht erfüllt, auch wenn keine Trendwende sichtbar ist. Die Lage ist durchwachsen, aber nicht hoffnungslos.“

 

Pastorale Orientierungen

 

Im Anschluss an den Impuls diskutierten die Mitglieder des Diözesanrats und der Bamberger Erzbischof über die neuen Pastoralen Orientierungen, über ein mögliches synodales Gremium im Erzbistum sowie die gerade stattgefundenen Pfarrgemeinderatswahlen. 

 

Nach den Worten des Erzbischofs sollen die von ihm herausgegebenen Pastoralen Orientierungen den noch immer gültigen Pastoralplan an die heutigen Gegebenheiten anpassen. Herwig Gössl machte dabei deutlich, dass angesichts rückläufiger Finanzen und weniger werdenden pastoralen Personals nicht mehr alles aufrecht erhalten werden kann. „Wenn wir etwas aufgeben, dann nicht, weil es schlecht ist, sondern weil wir es einfach nicht mehr schaffen“, konstatierte der Erzbischof. 

 

Zugleich könne und solle seiner Ansicht nach aber auch neues Leben entstehen, könne es

Rückenwind für das geben, was von den Menschen in den Gemeinden erwartet und erwünscht wird. Gössl: „Vieles wird auch in Zukunft bleiben, aber wir werden nicht mehr alles überall anbieten. Und das bedeutet, dass sich die Pastoral den äußeren Umständen anpassen muss.“

 

Wortgottesfeiern

 

In diesem Zusammenhang kam aus dem Gremium die Frage nach der Zulässigkeit von Wortgottesfeiern mit Kommunionspendung. Hierzu machte Erzbischof Gössl deutlich, dass die Eucharistiefeier an Sonn- und Feiertagen das Zentrum ist und bleibt. „Aber wir fördern durchaus auch andere liturgische Formen, und dazu gehören die Wortgottesfeiern.“ Diese seien nicht weniger wert, „aber sie sind etwas anderes als die Eucharistiefeier“. 

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 11/2026