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Welthungerhilfe: Krieg verschärft Hungerkrise - dreifache Katastrophe

Köln (KNA) – Die Deutsche Welthungerhilfe und das Welternährungsprogramm warnen vor einer sich zuspitzenden Hungerkrise, wenn der Iran-Krieg noch länger dauert. "Die Krise ist für die Notleidenden in der Region eine dreifache Katastrophe", sagte Martin Rentsch, Sprecher der Welthungerhilfe, am Dienstagmorgen im WDR.

 

Sie treffe Millionen Menschen, die ohnehin schon hungern müssten und in einer extrem fragilen Situation lebten. Als Folge des Kriegs nehme deren Not noch weiter zu. Zweitens werde der Zugang für Helfende von außen fast unmöglich, und drittens werde die Hilfe sehr viel teurer, während auch noch die Lieferketten unterbrochen seien.

 

Leere Kassen verschärfen die Not

 

Hinzu komme, dass die sich zuspitzende Katastrophe auf leere Kassen treffe bei den meisten Hilfsorganisationen. "Wir sind überall im Einsatz, haben unsere Krisenpläne aktiviert, aber ohne gesicherte Finanzierung stößt auch das beste humanitäre Hilfssystem an Grenzen."

 

Es gebe "vier Ks, die den Hunger in der Welt weiter verstärken", fügte Rentsch hinzu: Konflikte, Klimawandel, Kostensteigerungen und Kürzungen. Nicht nur die USA, auch Deutschland und viele europäische Länder hätten ihre Hilfsgelder deutlich reduziert, kritisierte er.

 

Was die Helfenden erwarten

 

Die Hilfsorganisationen erwarteten jetzt, dass die Politik für Frieden sorge und den Zugang für Helfende in die Krisengebiete gewähre und sichere. Vor allem aber müsse es wieder mehr Geld geben, ergänzte der Sprecher. Alleine das Welternährungsprogramm brauche in den nächsten drei Monaten mindestens 200 Millionen US-Dollar, um die zwei bis drei Millionen Menschen, die zusätzlich Not litten, versorgen zu können.