Kronach (hs) – Am Ende tönte ein deutlich vernehmbares Summen durch die Tenne des Café Kitsch – das Publikum beantwortete damit die letzte Frage des Moderators, die dieser an die Gäste gerichtet hatte: „Wie hilfreich war diese Veranstaltung für Ihre Wahlentscheidung? Je lauter Sie summen, desto hilfreicher.“
Vorausgegangen waren 90 spannende, informative Minuten an der „WählBAR“, an die die Kolpingsfamilie Kronach die Kandidatin und drei Kandidaten – Angela Hofmann (CSU), Ralf Völkl (SPD), Michael Zwingmann (Freie Wähler) und Roland Wich (Zukunft Kronach) – für das Amt des Kronacher Bürgermeisters geladen hatte. In lockerer, sachlicher Art und doch gelegentlich hartnäckig führte Moderator Lars Hofmann durch den Abend. Die Fragen, die er vorbereitet hatte, waren alle jenseits der üblichen Fragenkataloge für Publikumsdiskussionen, wie sie in den letzten Wochen stattgefunden haben. Vielmehr versuchte er die Menschen hinter den Wahlplakaten vorzustellen und zur Sprache kommen zu lassen. Dies war ganz im Sinne der Kolpingsfamilie, deren Vorsitzender Matthias Simon die Gäste zu Beginn begrüßt hatte. „Seit 2014 bitten wir die Kandidaten nun schon an die WählBAR und wollen damit prüfen, ob sie wählbar sind“ führte er in die Veranstaltung ein. Deswegen sei auch der Kandidat der AfD nicht eingeladen worden. Wegen des Menschenbildes das die AfD vertrete und der politischen Ziele, für die sie stehe, sei für die Kolpingsfamilie klar, dass ein AfD-Kandidat nicht wählbar ist.
