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Der Blick über den Tellerrand

Nürnberg (upd) – Unter dem Motto „Hier fängt Zukunft an“ lädt das Entwicklungshilfswerk Misereor in der Fastenzeit dazu ein, sich mit der Situation junger Menschen in benachteiligten Weltregionen auseinanderzusetzen. Beispielland ist diesmal Kamerun, wo Misereor mit der Partnerorganisation Codas-Caritas Douala junge Leute bei ihrer Weiterentwicklung unterstützt und ihnen damit eine Perspektive für ein würdevolles Leben ermöglicht.

 

Zur diözesanen Eröffnung feierte Erzbischof Herwig Gössl mit der Gemeinde Allerheiligen in Nürnberg einen festlichen Gottesdienst. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion mit Misereor-Hauptgeschäftsführer Andreas Frick, dem kamerunischen Caritaschef Léon Yanda und Vertretern der Nürnberger Initiative für Afrika (NIfA) konnte das Publikum einen Eindruck von der Situation junger Menschen in Afrika gewinnen.

 

Es geht um das global wachsende Problem der Jugendarbeitslosigkeit. In Douala, der Hauptstadt Kameruns, sind 70 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner jünger als 35 Jahre. Viele von ihnen leben unterhalb der Armutsgrenze. Es mangelt an Jobs und Ausbildungsplätzen – damit bleiben Anerkennung und Teilhabe auf der Strecke.

 

Sie sind voller Lebensfreude

 

Trotzdem seien die jungen Leute voller Lebensfreude, betont Léon Yanda. Sie ließen sich nicht unterkriegen – obwohl ihre Situation nicht zu Optimismus Anlass gebe. Das Schulsystem sei auf den Staatsdienst ausgelegt. Nach dem Abschluss müssen Interessenten eine Aufnahmeprüfung machen – längst nicht alle kommen unter, was auch daran liegt, dass es nicht gerecht zugeht. Ansonsten sei es aber schwierig, eine Anstellung zu bekommen, so Yanda. Als Selbständiger Tritt zu fassen, sei ohne Unterstützung kaum möglich.

 

Misereor-Gast Pauline Maiday hatte zuvor im Nürnberger „Fenster zur Stadt“ ihre Geschichte erzählt. Obwohl sie einen guten Juraabschluss hat, fand sie keine Arbeit. Durch ein von Misereor unterstütztes Ausbildungsprojekt gelang es ihr, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Als Unternehmerin eines Start-Ups für Modeaccessoires hat sie ihr Leben in die Hand genommen. Heute berichtet sie über ihren Werdegang, um andere junge Leute zu ermutigen. Solche persönlichen Geschichten bestätigen: Berufsbildung verändert Leben, schafft Sicherheit, stärkt Resilienz und fördert gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 10/2026