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Vom "Comedienhaus" zum gebetsraum

Bayreuth (shf) – Es ist ein Projekt von großer Tragweite und überregionaler Bedeutung: Mitten in Bayreuth ist in den zurückliegenden Monaten ein kleines jüdisches Viertel mit Synagoge, Mikwe (rituelles Tauchbad) sowie Gemeindezentrum mit Veranstaltungssaal und Museum entstanden. Die Eröffnung ist für Ende Februar vorgesehen. 

 

Die Synagoge in Bayreuth hat insofern eine Sonderstellung, dass es sich um die älteste Synagoge in Deutschland handelt, die noch als Synagoge genutzt wird. Dem benachbarten Markgräflichen Opernhaus sei es zu verdanken, dass sie im Zuge der nationalsozialistischen Novemberpogrome 1938 nicht niedergebrannt wurde, sagt Felix Gothart, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth. Zudem sei die Synagoge auch eine Art Vorläufer des Markgräflichen Opernhauses gewesen, das sich heute mit dem Titel Weltkulturerbe schmücken darf.

 

Die Geschichte des Gebetshauses reicht weit zurück bis in das frühe 18. Jahrhundert. Gemeindegründer waren die Brüder David und Moses Seckel, die das dortige „Comoedien- und Redouten-Hauss“, ein Vorläufer des unmittelbar benachbarten Markgräflichen Opernhauses, erworben hatten und zur Synagoge umbauen ließen. Einweihung war nach knapp einem Jahr Bauzeit am 15. März 1760. 

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude in den 1960er Jahren notdürftig umgebaut und im Stil der damaligen Zeit gestaltet. Der jetzige Zustand war nach einer Generalsanierung in den Jahren 2013 bis 2018 nach einer teilweisen Entkernung und dem Bau der Mikwe entstanden. 

 

Die Kosten für die Sanierung der Synagoge lagen dem Vernehmen nach bei rund 3,5 Millionen Euro, gefördert von Mitteln des Städtebaus, des Denkmalschutzes und von der Oberfrankenstiftung.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 08/2026