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Erzbistum Bamberg setzt Sparkurs fort

Foto: pixabay
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Bamberg (eob) – Das Erzbistum Bamberg plant für das Jahr 2026 mit einem negativen Betriebsergebnis von minus 5,0 Millionen Euro. Der vom Diözesansteuerausschuss bei seiner jüngsten Sitzung  verabschiedete Haushalt sieht Erträge von 229,8 Millionen Euro (Vorjahr: 226,9 Millionen Euro) und Aufwendungen von 234,8 Millionen Euro (Vorjahr: 235,5 Millionen Euro) vor.

 

Bei der Kirchensteuer werden Einnahmen von 176,3 Millionen Euro (Vorjahr: 176,2 Millionen Euro) erwartet. Auf der Ertragsseite stellen mit 35,5 Millionen Euro die erhaltenen Zuschüsse und Zuweisungen die zweitgrößte Position dar. Darin enthalten sind mit 10,6 Millionen Euro Staatsleistungen. Die sonstigen Erträge, die auch Miet- und Pachterträge beinhalten, werden mit 18,0 Millionen Euro einkalkuliert.

 

„Die aktuellen Rahmenbedingungen und absehbaren Entwicklungen erfordern einen sehr sorgfältigen und vorausschauenden Umgang mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen“, sagte Finanzdirektor Mathias Vetter. „Mit den bereits eingeleiteten Sparmaßnahmen und weiterer Prioritätensetzung werden die Voraussetzungen geschaffen, um das Betriebsergebnis wieder auszugleichen und die wirtschaftliche Stabilität des Erzbistums langfristig zu sichern.“

 

Im Haushaltsjahr 2026 fließen 40,6 Prozent der geplanten Aufwendungen in die Seelsorge, das sind fast 96,4 Millionen Euro.  Aufgrund der Tarifsteigerungen wird bei den Personalkosten, die 45,5 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen, ein leichter Anstieg auf 107,8 Millionen Euro erwartet. Die Zahl der Beschäftigten in Seelsorge, Schule und Verwaltung liegt bei rund 1630 und damit auf Vorjahresniveau.

 

Im laufenden Bauetat, der insgesamt 16,0 Millionen Euro umfasst, sind rund 6,4 Millionen Euro Bauzuschüsse für Bau- und Sanierungsarbeiten an 21 Kirchen vorgesehen, wo vor allem  dringend notwendige Dachreparaturen sowie Innen- und Außensanierungen der Kirchengebäude durchgeführt werden müssen. 

 

Die Caritas erhält 2,5 Millionen Euro für den Neubau der Schule für Gesundheitspflege in Bamberg und die Modernisierung des Caritas-Senioren- und  Pflegeheims Jacobus-von-Hauck-Stift in Nürnberg. 600 000 Euro sind für Baumaßnahmen am Jugendhaus Burg Feuerstein vorgesehen. 1,3 Millionen Euro sind für Renovierungen von Kindertagesstätten sowie Um- und Ersatzbauten eingeplant.

 

Unter Einbeziehung des für die Werterhaltung der diözesanen Vermögenswerte notwendigen Finanzergebnisses von rund 10 Millionen Euro und nach Abzug von Verlustübernahmen für defizitäre Einrichtungen von 2,4 Millionen Euro ergibt sich nach Umsetzung beabsichtigter Rücklagenveränderungen letztlich ein ausgeglichenes Bilanzergebnis.

Generalvikar Georg Kestel betonte, die Kirche befinde sich in einer Phase des Wandels, in der die bisherigen Prioritäten hinterfragt und neue gesetzt werden müssen. „Auch unter veränderten finanziellen Bedingungen wollen wir eine Kirche bleiben, die aus dem Glauben lebt, Verantwortung übernimmt und den Menschen nahe ist“, so Kestel.