
Bamberg (ku) – Mit Beginn des neuen Jahres hat die Abteilung Liturgie des Erzbischöflichen Ordinariats ein neues Fortbildungsformat für Ehrenamtliche im liturgischen Dienst sowie für Interessierte gestartet. Unter dem Titel „Liturgie vernetzt“ sollen an insgesamt sechs Abenden einige Aspekte aus dem Bereich Liturgie vertieft und damit die Ehrenamtlichen in ihrem Dienst unterstützt werden.
Interessierte können entweder an einzelnen Terminen oder an der gesamten Reihe teilnehmen. Nach erfolgter Anmeldung erhalten die Teilnehmer kurz vor der Veranstaltung den Link zur Videokonferenz.
Die Veranstaltungen im Einzelnen:
• Dienstag, 27. Januar, 19 bis 21 Uhr: „Wanderkirche. Gottesdienst als Weg erfahren“. Wanderkirche verbindet Elemente der (sonntäglichen) Liturgie mit einer Wanderung durch „Gottes schöne Welt“. Liturgie, Gemeinschaft und Kirche ereignen sich wegweisend. Die Texte der Bibel und die liturgischen Elemente gewinnen so neue Bedeutungsebenen im Zusammenspiel unterwegs. In dieser ersten Einheit von „Liturgie vernetzt“ wird den Teilnehmenden viel Praxiswissen in Sachen Wanderkirche begegnen, damit sie selbst losgehen können. Referent des Abends ist Pastoralreferent Thomas Höhn, Referent für Sakramentenpastoral.
• Montag, 16. März, 19 bis 21 Uhr: „Gemeinsam feiern. Gottesdienstbeauftragte und ökumenische Gottesdienste“. Bei diesem Online-Treffen unter der Leitung von Pastoralreferent Josef Gründel, dem stellvertretenden Ökumenereferenten der Erzdiözese Bamberg, sollen die vielfältigen Anlässe und Gottesdienstformen angesprochen werden im Blick auf Vorbereitung, Aufgabenteilung und Absprachen mit dem anderskonfessionellen Partner. Außerdem werden besondere Elemente und Gestaltungsformen in ökumenischen Feiern, wie (Dialog)Predigt, Segen, Weihwasser, Weihrauch … thematisiert.
• Mittwoch, 20. Mai, 19 bis 21 Uhr: „Alles, was atmet, lobe den Herrn“ (Ps 150,6). Ein Streifzug durch das Gotteslob. Über elf Jahre ist das „neue“ Gotteslob im Erzbistum Bamberg in Gebrauch, aber vielleicht sind nicht alle Bereiche des umfangreichen Buches allen Nutzern gleichermaßen geläufig. Bei einem Streifzug durch das Gotteslob mit Andreas König, Regionalkantor und stellvertretender Diözesanmusikdirektor, sollen die Teilnehmenden vor allem einen Blick auf die Struktur des Inhalts werfen und überlegen, wie man sich bei der Auswahl von Liedern für Wortgottesfeiern am besten im Buch bewegt und zurechtfindet.
• Donnerstag, 9. Juli, 19 bis 21 Uhr: „Mehr als nur Statistinnen und Statisten. Minis in der Wort-Gottes-Feier“. An diesem Fortbildungsabend werden sich die Teilnehmenden zusammen mit Pastoralreferent Tobias Bienert, Referent für Ministrantenpastoral im Erzbistum Bamberg, mit ihren Erfahrungen des Ministrantendienstes in der Wort-Gottes-Feiern beschäftigen und gemeinsam Aufgaben entwickeln, bei denen Ministrantinnen und Ministranten ihren Dienst ausüben können. Zudem soll ein kurzer Einblick in die Bedürfnisse von Ministrantinnen und Ministranten durch einen erfahrenen Oberministranten ermöglicht werden.
• Mittwoch, 30. September, 19 bis 21 Uhr: „Mit Jesus von Galiläa nach Jerusalem. Einführung in das Evangelium nach Markus (Lesejahr B)“. Mit Beginn des neuen Kirchenjahres am ersten Adventssonntag beginnt auch ein neues Lesejahr. Als sogenanntes Lesejahr B werden die Gottesdienstbesucher im kommenden Kirchenjahr sonn- und feiertags vor allem Texte aus dem Evangelium nach Markus hören. Dieses zeichnet den Weg Jesu mit seinen Jüngerinnen und Jüngern von Galiläa nach Jerusalem nach. Dabei veranschaulicht der Evangelist Markus den Kern der Reich-Gottes-Botschaft Jesu und fordert zur Nachfolge auf. An diesem Abend werden die Teilnehmer von der Neutestamentlerin Professor Dr. Sabine Bieberstein einen Überblick über Aufbau, Struktur und Theologie des Markusevangeliums bekommen, um die jeweiligen sonntäglichen Bibeltexte in seinem Gesamtzusammenhang einordnen zu können.
• Donnerstag, 12. November, 19 bis 21 Uhr: „Der Gottesdienst der Kirche im Jahreskreis. Das Direktorium, ein Buch mit sieben Siegeln?“ Als Direktorium wird der liturgische Kalender einer Diözese bezeichnet. Darin finden sich die Vorgaben für die Auswahl der liturgischen Texte entsprechend des kirchlichen Jahreskreises und der Gedenktage der Heiligen. Immer wieder ergeben sich gerade bei Gottesdienstbeauftragten, Mesnerinnen und Mesnern, Mitarbeitenden in den Pfarrbüros, aber auch bei hauptamtlichen Mitarbeitenden Fragen nach dem richtigen Umgang. Oft wird unterschätzt, welche Hilfe das Direktorium gerade für die Planung, Vorbereitung und Durchführung von Gottesdiensten und der Liturgie insgesamt bieten kann. Referent des Abends ist Diakon Georg Paszek, Autor des Direktoriums im Erzbistum Bamberg.
