Bonn (KNA) – Fast die Hälfte der schulpflichtigen Kinder auf der Flucht haben nach UN-Angaben keinen Zugang zu Bildung. 41 Prozent der Geflüchteten weltweit seien minderjährig, darunter rund 12,4 Millionen in schulpflichtigem Alter, teilte die UNO-Flüchtlingshilfe am Freitag in Bonn anlässlich des Internationalen Tags der Bildung am Samstag mit.
Während weltweit über 90 Prozent der Kinder im Grundschulalter eine Schule besuchten, seien es unter Flüchtlingskindern nur 67 Prozent. Eine weiterführende Schulbildung erhielten weltweit rund 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen, unter Geflüchteten hingegen nur 37 Prozent.
Hoffnungsschimmer an Hochschulen
Im Bereich der Hochschulen sinkt die Zahl den Angaben zufolge insgesamt auf 40 Prozent und bei Flüchtlingen gar auf 9 Prozent. Die Flüchtlingshilfe spricht zwar von dramatischen Zahlen, sieht jedoch auch einen Hoffnungsschimmer: Die Zahl der Studierenden mit Fluchterfahrung steige leicht an.
"Bildung schützt, stärkt und befähigt. Für geflüchtete Menschen ist Bildung oft der entscheidende Schritt aus Abhängigkeit und Unsicherheit hin zu Selbstbestimmung – und der Schlüssel zu einer eigenen Zukunft", erklärte die Vorstandsvorsitzende der UNO-Flüchtlingshilfe, Ricarda Brandts.
