Nürnberg (hp) – Ob ein Jesus mit sechs Fingern auf einem Lucas Cranach Bild oder Hans Baldungs „Judith mit dem Haupt des Holofernes“: Michael Käser liebt Kunst – vor allem, wenn sie eine religiöse Botschaft hat. Im Hauptberuf ist Käser evangelischer Pfarrer in Schwabach, zuständig für die Stadtkirche St. Martin sowie im Stadtteil Forsthof für St. Markus. „Ein großer gesellschaftlicher Diskursraum und Ort für die religiöse Vermittlung“ sind für ihn Museen. „Verkündigung im säkularem Raum“, wie er es nennt. „Die eigentliche Verkündigung übernehmen die Bilder durch ihre Botschaft. Ich muss nur sanft darauf hinweisen.“
Freiberuflich ist er als Museumspädagoge etwa im Jüdischen Museum Franken an den Standorten in Schwabach und Fürth sowie am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg tätig. „Seit rund zwölf Jahren mache ich dort öffentliche und gebuchte Führungen zu Themen wie etwa Weihnachten, Ostern, Heilige, Engel, Bauernkrieg, Reformation, Tod und Sterben, Menschenrechte oder Taufe.“
Seine offene und sympathische Art sorgt dafür, dass sich Teilnehmende bei Käsers Rundgängen wohl fühlen und Neues entdecken können. Er sieht sich dabei als eine Art Helfer, der beim Suchen und Einordnen unterstützt. Dafür lasse er sich vom Zitat eines früheren Universitätsprofessors inspirieren: „Man sieht nur, was man weiß.“ Für Käser steckt darin ein wichtiger Schlüssel für das Verständnis eines Objekts. Deshalb seien Gespräche und Austausch über ein Kunstwerk so wertvoll.
Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 03/2026
