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Gemeinsames Staunen vor der Schöpfung

Nürnberg (upd) – In farbenprächtigen und bildgewaltigen Projektionen zeichnet die immersive Licht- und Videoshow „Genesis“ die Erschaffung der Welt an die Decke und Säulen der Nürnberger Peterskirche. Lesungen aus jüdischer, christlicher und muslimischer Tradition gepaart mit passender Musik lassen diesen Abend für die Besucherinnen und Besucher zu einem besonderen interreligiösen Erlebnis werden. Ein „gemeinsames Staunen entlang der Schöpfungsgeschichte“, so charakterisiert Thomas Amberg, Leiter der christlich-muslimischen Begegnungsstätte Brücke-Köprü, das Geschehen und fühlt sich, als die Lichter erloschen sind, „beschenkt“, weil Gottes Gegenwart spürbar gewesen sei. Das dürften viele Anwesende ähnlich empfunden haben.

 

Die Kirche ist voll. Vor dem Altar laden Sitzsäcke ein, es sich gemütlich zu machen, um ganz in Licht und Klang zu versinken – ein Angebot, das gerne genutzt wird. Schon vor Beginn der Show laufen Lichtspindeln wie mächtige Säulen nach oben, Lichtblitze zucken durch den Raum – machen neugierig auf das, was kommen sollte. Die Lichtprojektionen nehmen Fahrt auf, von weit her ist Flüstern zu hören, dazwischen der altgriechische Ausdruck „logos“. „Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott.“ So der berühmte Auftakt des Johannesevangeliums, der auf den Anfang des Buchs Genesis („Im Anfang erschuf Gott Himmel und Erde“) Bezug nimmt.

 

Das Licht fließt in verschiedenen Farben, verschwimmt und wird scharf, Lichtpunkte rotieren. Eine Frauenstimme ruft „Ruah Adonaj“ – Hebräisch für „Geist des Herrn“. „Der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.“ Rhythmische Rezitationen der entsprechenden Suren aus dem Koran. Und Gott sprach: „Es werde Licht!“ Wie ein Feuerwerk erlebt das Publikum die Entstehung des Lichts, das von der Finsternis geschieden wird. Abend und Morgen – erster Tag. Und Gott sah, dass es gut war. So steht es in der Bibel.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 03/2026