München (KNA) – Kindergärten sind nach Ansicht der Pädagogikprofessorin Sabine Walper viel mehr als eine reine Betreuungsmöglichkeit, damit beide Elternteile arbeiten können. Die frühe Bildung in Kindergärten müsse als Bildungsetappe vielmehr deutlich ernster genommen werden, fordert die Münchner Forscherin im Interview der "Süddeutschen Zeitung".
"In der Kita sollten Kinder so vorbereitet werden, dass sie gut in die Schulzeit starten", führt Walper aus, die auch Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut ist. Das sei gerade in einer Einwanderungsgesellschaft wie Deutschland wichtig. "Kita und Schule müssen Kinder aus unterschiedlichen Sprachkreisen und Kulturkreisen integrieren."
Hilfen für benachteiligte Familien kämen oft nicht bei diesen an, weil dafür Anträge gestellt werden müssten, so die Pädagogin. Manche schafften dies aus unterschiedlichen Gründen nicht. Für sie wäre denkbar, dass Schulen oder Kindergärten Hilfe anfordern können, wenn sie bei Kindern besonders großen Bedarf sehen.
