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„Dieses Buch bleibt lebendig“

Nürnberg (us) –Gedämpftes Licht und leise Stimmen vom Band: die Raupe, die zum Schmetterling wird. Mut zu neuem Leben. Zitate und Impulse in verschiedenen Sprachen regen zum Nachdenken an, laden ein, einfach da zu sein, zu sitzen, vielleicht die Augen zu schließen. Ein weicher, weißer und sehr dicker Teppich, der die Geräusche von außen schluckt, und helle Gardinen geben das Gefühl von Geborgenheit und Leichtigkeit. Alles ist rund in diesem zeltähnlichen Etwas, das einem Baldachin ähnelt. Hier endet die Museumsführung „Wie die Worte in die Bibel kamen“.

 

Nach den bekannten biblischen Erzählungen, von denen die Jüngsten schon im Kindergottesdienst hören – von Kain und Abel über Joseph und seine Brüder, David und Goliath bis hin zum blinden Bartimäus – geht es in der letzten Station des Bibelmuseums Bayern in Nürnberg um die lebenswichtigen Themen schlechthin, mit denen jeder Mensch früher oder später selbst konfrontiert ist. „Warum lässt Gott so viel Leid zu?“ steht da zum Beispiel unübersehbar in großen Lettern auf dem Fußboden. Oder: „Wie kann ich wissen und glauben?“ 

 

Auch die Frage „Gibt es eine Auferstehung nach dem Tod?“ kreuzt hier unten die Wege der Museumsbesucherinnen und -besucher. Astrid Seichter, die pädagogische Museumsleiterin, überlässt an dieser Stelle die Gruppe sich selbst. „Hier kann man nach individuellen Antworten suchen“, sagt sie. Es soll deutlich werden: Jede und Jeder ist selbst für das eigene Tun verantwortlich; Fragen ploppen hier auf, die sich mit der ganz eigenen Haltung beschäftigen.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 12/2024