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Bistum Regensburg: Verurteilter Diakon derzeit nicht im Dienst

Regensburg/Deggendorf (KNA) – Ein wegen Volksverhetzung in Niederbayern verurteilter Klinikseelsorger übt derzeit keinen Dienst im Bistum Regensburg aus. Das teilte ein Bistumssprecher am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit. "Sobald uns ein rechtkräftiges Urteil vorliegt, muss überlegt werden, wie man hinsichtlich einer weiteren Verwendung entscheidet", fügte er hinzu.

 

Das Amtsgericht Deggendorf hatte den Diakon am Freitag zu einer Geldstrafe von 7.000 Euro verurteilt. Der Geistliche hatte bei einer Gedenkfeier für Opfer des Nationalsozialismus in einem psychiatrischen Krankenhaus im Oktober 2022 eine Rede gehalten.

 

Laut Zeugenangaben sagte er damals unter anderem, die Menschheit werde "von den globalen Erben der nationalsozialistischen Eugeniker bedroht". Eine Gruppe "skrupelloser, eng vernetzter Milliardäre" habe die Weltmacht inne und wolle "nutzlose Menschen durch transhumane Roboter" ersetzen.

 

Der Direktor der Einrichtung unterbrach die Rede des Mannes und erteilte ihm Hausverbot. Das Bistum erklärte daraufhin die Dienste des Diakons im Krankenhaus für ruhend und wies die umstrittenen Äußerungen zurück.