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Nürnbergs OB König sieht Rolle der Religionen als Friedensstifter

Nürnberg (epd) - Für den Nürnberger Oberbürgermeister Marcus König (CSU) ist es eine zentrale Aufgabe der Religionen, zu einem gelingenden Miteinander in einer Gesellschaft beizutragen. So unterschiedlich die einzelnen Glaubensgemeinschaften auch sein mögen, „so sehr eint sie doch die Aufgabe und das Ziel des friedlichen und freiheitlichen Zusammenlebens in unserer Stadt“, sagte König laut Redemanuskript am Montagabend beim Jahresempfang des Rates der Religionen Nürnberg am Kartäusertor.
Der Deutsche Evangelische Kirchentag Anfang Juni habe eindrucksvoll gezeigt, dass viele Menschen „eine Sehnsucht nach Gemeinschaft, nach Musik, auch nach Spiritualität“ hätten - und danach, „den eigenen Glauben zu leben“, sagte König. Das Wichtigste sei, sich mit „Respekt, Offenheit und Liebe“ zu begegnen, zweitrangig sei dabei die Zugehörigkeit zu dieser oder jener Religion: „Untereinander den Dialog zu suchen, die Bedürfnisse und Empfindsamkeiten des anderen im Blick zu haben, das ist wichtig.“
Dies sei gerade in einer Zeit, in der in manchen Debatten der Ton „allzu rau“ scheine, wichtig, mahnte der Nürnberger Oberbürgermeister. König räumte ein, dass es auch in Nürnberg Konflikte und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gebe. „Umso wichtiger ist es, dass es den Rat der Religionen gibt, um den Dialog zu fördern, den Zusammenhalt zu stärken und Vorurteile abzubauen.“ Der Rat wurde 2016 gegründet, der erste Vorsitzende ist der evangelische Nürnberger Stadtdekan Jürgen Körnlein.