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Lutherweg wird bis zum Entführungsort verlängert

Bad Liebenstein (epd) - Der „Lutherweg 1521“ wird am 6. Mai mit einer Andacht und einer öffentlichen Wanderung um ein weiteres Thüringer Teilstück erweitert. Bislang zeichne der Pilgerweg nur die ersten zehn Etappen der historischen Reise von Martin Luthers von Worms nach Eisenach nach, teilte die Stadt Liebenstein am Donnerstag mit. Die entscheidende elfte Etappe, auf der der Reformator von Eisenach startend seine Verwandten im nahegelegenen Möhra besucht habe und auf dem Rückweg entführt worden sei, sei bislang nicht Bestandteil des Pilgerwegs.
Der „Lutherweg 1521“ orientiert sich seit 2017 in seinem Verlauf eng an der Reiseroute Luthers (1483-1546) zum Reichstag nach Worms und zurück nach Eisenach. Er nutze, wo immer möglich, alte Fernhandelsstraßen und führe zu Stationen, an denen der Reformator gewirkt habe.
Träger ist demnach der „Verein Lutherweg 1521“ in Hessen. Die Bibelübersetzung auf der Wartburg durch Martin Luther hätte ohne die Entführung im Wald von Altenstein vermutlich so gar nicht stattgefunden, hieß es zur Begründung. Bereits für 2020 sei daher mit dem Verein verabredet worden, die Wegstrecke von Luthers Besuch bei seinen Verwandten im südthüringischen Möhra mit in den „Lutherweg 1521“ aufzunehmen. Die Verlängerung habe wegen Corona immer wieder verschoben werden müssen. Die Verlängerung folge auch hier der Reiseroute des Reformators von der Wartburg, über Möhra, Altenstein, dem Ort seiner Entführung im Wald bei Steinbach und zurück zur Wartburg.