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Ein Gotteshaus, das zur Gaststube wird

Gedeckte Tische statt Kirchenbänke: Die Nürnberger Vesperkirche wurde mit einem feierlichen Gottesdienst eröffnet.       Foto: Bernd Buchner
Gedeckte Tische statt Kirchenbänke: Die Nürnberger Vesperkirche wurde mit einem feierlichen Gottesdienst eröffnet. Foto: Bernd Buchner

Nürnberg (buc) – Seit 2016 schon gibt es in der Nürnberger Südstadt die Vesperkirche, in diesem Jahr nicht mehr wie in der Coronazeit draußen vor der Tür und mit eingeschränktem Angebot, sondern wieder im imposanten Innenraum der evangelischen Gustav-Adolf-Gedächtniskirche, wo bis 19. Februar nicht nur tägliche Mahlzeiten, sondern auch Beratung und Kulturveranstaltungen angeboten werden. Bei einem Gottesdienst mit Regionalbischöfin Elisabeth Hann von Weyhern und Pfarrer Matthias Halbig wurde das Projekt eröffnet.
Die Idee der Vesperkirche: Der Kirchenraum, das „Wohnzimmer“ der Gemeinde, wird in der kalten Jahreszeit gastlich bereitet und öffnet sich für Menschen, die hier eine warme Mahlzeit für den symbolischen Preis von einem Euro bekommen. Zudem gibt es warme und kalte Getränke sowie vielfältige Beratungsangebote. Für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, wird das Gotteshaus fünf Wochen lang zur Gaststube, zum Ort für Gespräche und Begegnungen, zu einer Oase inmitten der Sorgen des Alltags.
„Wir sind offen für alle, weil Gott offen für uns ist“, sagte Projektleiter Matthias Halbig beim Auftaktgottesdienst in der vollbesetzten Kirche. Gott sehe die Menschen, „wo wir für andere unsichtbar sind“, so der Geistliche. Er sehe auch das, „was wir selbst vor uns verbergen“. Halbig, der seit gut einem Jahr Gemeindepfarrer in der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche ist, bat Gott darum, „dass wir andere und uns selbst nicht aus dem Blick verlieren. Und erst recht nicht dich.“    …

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 04/2023