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Größtmögliche Normalität erreichen

Schüler müssen bis 1. Oktober während des Unterrichts Maske tragen

München - Die Schülerinnen und Schüler in Bayern müssen bis zum 1. Oktober auch während des Unterrichts eine Maske tragen. Das kündigte der bayerische Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am heutigen Donnerstag in einer Pressekonferenz vor dem Schulstart am kommenden Dienstag (14. September) an. Oberste Maxime sei für ihn der Präsenzunterricht, der unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz stattfinden soll. Denn Schule sei ein sozialer Ort, ein Ort der Begegnung.
Für Präsenzunterricht sei aber ein engmaschiges Sicherheitsnetz Voraussetzung. Als Beispiele nannte Piazolo die Hygienemaßnahmen, wie etwa Masketragen in der Schule, Lüften, regelmäßige Testungen, Impfangebote an Schulen sowie Quarantäneregelungen. Geimpfte und Getestete müssten nicht in Quarantäne, für alle anderen herrschten Regelungen nach „Augenmaß“. Es müsste nicht mehr eine ganze Klasse in Quarantäne, wer sich doch zuhause isolieren müsste, könne sich nach fünf Tagen freitesten.
Trotz Corona wolle man größtmögliche Normalität erreichen, sagte Piazolo. So solle Sportunterricht wieder ohne Maske möglich sein, außerdem solle es wieder mehrtägige Klassenreisen geben. Ein besonderes Augenmerk wolle er auf diejenigen Schülerinnen und Schüler legen, die durch Corona psychische Probleme oder Lernrückstände entwickelt hätten.
Für die individuelle Betreuung dieser Kinder stehe das rund 200 Millionen Euro schwere Programm „Gemeinsam Brücken bauen“ zur Verfügung.

Autor: epd