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Adam und Eva als erste Veganer?

Nicht nur zur Fastenzeit: Tierethik rückt zunehmend in den Fokus der Theologie

Graz – Am Aschermittwoch beginnt für Christen die Fastenzeit. Viele verzichten bis Ostern rund sieben Wochen lang auf Alkohol, Süßigkeiten, Nikotin, Fernsehkonsum – oder auf Fleisch. Nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, viele Menschen möchten damit auch ein Zeichen für den Tierschutz setzen und etwas gegen Massentierhaltung tun.
Immer mehr Christen wehren sich dagegen, Tiere als seelenlose Objekte für die Nahrung oder für zum Teil sogar unnötige Tierversuche zu behandeln. Nicht nur in der Fastenzeit stellen sie den Fleischkonsum infrage
Papst Franziskus hatte in seiner Umwelt-Enzyklika von 2015 den Selbstzweck aller Geschöpfe unterstrichen. Er machte damit deutlich, dass Tiere nicht für die Zwecke der Menschen da sind.
Doch was das Verhältnis zwischen Menschen und Tieren angeht, ist die Bibel nicht eindeutig, gar widersprüchlich, sagt der katholische Theologe Kurt Remele von der Universität Graz. Vegetarier oder Veganer könnten ihre Überzeugung ebenso biblisch begründen wie Fleischesser, Verfechter von Tierversuchen ebenso wie ihre Gegner.
Biblische Überlieferung
Ein Beispiel: Lebten Adam und Eva im Garten Eden noch vegan (Genesis 1, 29-30), sah das nach der Sintflut ganz anders aus. So sagte Gott nach biblischer Überlieferung zu Noah: „Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich’s euch alles gegeben“ (Genesis 9,3). Im Friedensreich, einer Art irdischem Paradies, das nach christlicher Vorstellung nach der Wiederkunft Christi erschaffen werden wird, soll es dann aber wieder kein Blutvergießen für die Nahrungsbeschaffung geben (Jesaja 11, 6-9).
„Entweder man nimmt die Bibel wortwörtlich oder man nimmt sie ernst und beachtet den spezifischen Kontext einer Aussage“, sagt Remele. Eine eindeutige Antwort auf alle aktuellen ethischen Fragen könne die Bibel nicht geben, weil diese zu Zeiten der Bibelschreiber nicht gestellt wurden. „Genau wie die Bibel nichts Konkretes zur ethischen Beurteilung von Atomkraft sagt, äußert sie sich nicht klar zum ethischen Vegetarismus oder zu Tierversuchen.“   …

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 10/2019



Autor: Jana-Sophie Brüntjen


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