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Auf vielen Ebenen gibt es Handlungsbedarf

Einstimmig verabschiedeten die Mitglieder des Diözesanrats der Katholiken einen Antrag, in dem die Bistumsleitung aufgefordert wird, durch verbindliche Beschlüsse eine nachhaltige Ausrichtung des  Erzbistums voranzubringen. Foto: Andreas Kuschbert
Einstimmig verabschiedeten die Mitglieder des Diözesanrats der Katholiken einen Antrag, in dem die Bistumsleitung aufgefordert wird, durch verbindliche Beschlüsse eine nachhaltige Ausrichtung des Erzbistums voranzubringen. Foto: Andreas Kuschbert

Vierzehnheiligen (ku) – Hitzewellen, extreme Trockenheit, Waldbrände, Zyklone, große Überflutungen – all das sind Wetterphänomene, die in allen Teilen der Welt vermehrt auftreten und für die Menschen zu einer Herausforderung werden. Ganz bewusst haben sich die Mitglieder des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Bamberg bei ihrer Frühjahrsvollversammlung am vergangenen Wochenende in Vierzehnheiligen des Themas Umwelt angenommen und dabei deutlich gemacht dass Schöpfungsverantwortung ein kirchlicher Auftrag ist.
Dass es einen Handlungsdruck weltweit und natürlich auch im Erzbistum Bamberg gibt, verdeutlichte der Umweltreferent der Erzdiözese, Sebastian Zink, in seinen Ausführungen und anhand zahlreicher Darstellungen.  Dabei machte er deutlich, dass die Klimaerwärmung eine bewusst-unbewusste Herausforderung darstellt. Im Vergleich zum vorindustriellen Zeitraum ist die Temperatur weltweit um 1,2 Grad Celsius angestiegen, in Ober- und Mittelfranken um 1,8 Grad.
Nach Zinks Worten ist die zunehmende Wärme nicht das einzige Problem, sondern es sind vielmehr die stabilen Wetterphasen, wie es sie seit dem Jahr 2017 immer mehr gibt. „Entweder ist es sehr arm oder sehr verregnet“, so der Umweltreferent. Schuld darin ist der Jetstream, der sich zum Teil kaum noch bewegt, so dass es den eigentlich typische Wetterwechsel in unseren Breiten kaum noch gibt. Und so wird es laut Sebastian Zink auch in Deutschland zu einer Dürre kommen, von der vor allem auch der Osten betroffen sein wird.
Zwar gebe es verschiedene Abkommen, wie das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015, „aber alleine davon, dass man etwas sagt und schreibt, passiert nichts“, so Zink. Papst Franziskus habe mit seiner Enzyklika „Laudato Si“ ein Leitbild für Nachhaltigkeit entwickelt und angesichts der dramatischen Entwicklungen betont: „Unsere Mutter Erde schreit auf“.
Dass sich gerade im Erzbistum Bamberg viel in Sachen Umwelt- Klimaschutz und in den vergangenen 15 Jahren getan hat, verdeutlichte der stellvertretende Leiter des Jugendamtes der Erzdiözese und Umweltmanager Björn Scharf in seinen Ausführungen. „Als Kirche werden wir immer wieder gefragt, ob wir unserem Auftrag gerecht werden, oder ob alles nur gute Worte und Papiere sind“, so Scharf. Und er betonte: „Wenn wir nicht entschlossen handeln, haben wir ein Glaubwürdigkeitsproblem.“   …

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 12/2023