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Fürbitten, Gebete und spezielle Gottesdienste

Bayerische Kirchen gedenken der Corona-Toten

München – Mit Fürbitten, Gebeten und speziellen Gottesdiensten gedenken viele bayerische Kirchengemeinden der Corona-Toten. Einen gemeinsamen zentralen Gottesdienst oder einen speziellen Tag für das Gedenken soll es aber nach aktuellem Stand nicht geben, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) ergab. Stattdessen setzen katholische und evangelische Kirche auf lokale Formate.
Statt einer zentralen Feier halte er das Gedenken vor Ort, da wo die Verstorbenen gelebt haben, für entscheidender, erklärte ein Sprecher des Erzbistums München. So handhabt es auch die evangelische Kirche St. Michael in Fürth: Hier werden seit Mitte Januar täglich Kerzen für die Fürther Corona-Opfer angezündet. In der katholischen Münchner Innenstadtkirche St. Michael liegt ein Totenbuch aus, in dem Menschen die Namen ihrer verstorbenen Angehörigen eintragen können.
Zwar plane die evangelische Landeskirche keinen zentralen Gedenkgottesdienst, erklärte ein Kirchensprecher. Es werde aber bald einen Entwurf für einen Gedenkgottesdienst geben, den alle Kirchengemeinden, Dekanate und Einrichtungen nutzen können. Er soll in den nächsten Tagen per Dekanatsrundschreiben versandt werden.
Immer wieder wird außerdem in ganz Bayern in den Fürbitten für die Opfer der Pandemie gebetet. Oft gibt es auch wöchentliche Gebete für die Corona-Toten. Dazu kommen nun vermehrt spezielle Gedenkgottesdienste, etwa am 27. Februar um 9 Uhr im Kiliansdom in Würzburg. Dieses Datum kommt laut Bistum daher, dass der Rat der europäischen Bischofskonferenzen jedem Land für die Fastenzeit einen Tag zugeteilt habe, an dem es der Verstorbenen der Corona-Pandemie gedenken soll. Für die Bundesrepublik sei das der 27. Februar.
Eine bundesweit zentrale Gedenkfeier für die Toten der Corona-Pandemie soll auf Initiative von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 18. April in Berlin stattfinden. Damit verbunden ist die Aktion #lichtfenster, die von den beiden großen Kirchen unterstützt wird. Alle Menschen sind dazu aufgerufen, jeden Freitag ein Licht in ihr Fenster zu stellen und damit in ganz Deutschland der Corona-Opfer zu gedenken.
Der bayerische evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm befürwortet das öffentliche Gedenken an die Corona-Toten. Denn Vergessen könne wie ein zweites Mal sterben sein, sagte er unlängst. Es tue der Gesellschaft gut, den Tod nicht aus dem Leben zu verbannen.

Autor: epd


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