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Der Segen kommt trotz Corona in die Häuser

Dreikönigssingen 2021 von Erzbischof Ludwig Schick im Livestream eröffnet


Foto: Erzbischof Schick segnete Kreide und Weihrauch – die kleinen Päckchen werden jetzt an die Seelsorgebereiche verteilt. Foto: Andreas Kraft/EJA

Eigentlich sollten am vorletzten Tag des Jahres wieder fast 1000 Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Erzbistum durch die Domstadt ziehen. So brachten sie vor zwei Jahren nach einer Einführung in St. Otto zunächst den Segen ins Bamberger Rathaus bevor sie im Dom zum Wortgottesdienst zusammen kamen. Dieses Mal lief die Diözesane Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen 2021 ganz anders ab: Die thematische Einführung konnten sich die Sternsingerinnen und Sternsinger auf YouTube anschauen, anschließend zogen Erzbischof Ludwig Schick und Diözesanjugendpfarrer Norbert Förster in den leeren Dom ein. Begleitet von zahlreichen Ministranten und dem Diözesanvorstand des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Die drei Diözesanvorsitzenden Eva Russwurm, Sonja Biller und Stefan Hofknecht repräsentierten die Sternsinger des Erzbistums – stilecht in Gewand und mit Krone. Erzbischof Ludwig Schick rief in seiner Predigt die Sternsinger auf, das in diesem Jahr Mögliche zu tun. „Es gibt viele Möglichkeiten, trotz Corona, Segen für das nächste Jahr zu bringen. Es ist mehr möglich, als wir vielleicht im ersten Augenblick denken.“ So könnte der Segen zum Beispiel in Schriftform in den Briefkasten geworfen oder per Video und Livestream verbreitet werden. „Wir alle sollen Segen sein für die Kinder in der weiten Welt. Über ihnen steht der Stern von Bethlehem, der Liebe und Hilfsbereitschaft bedeutet“, fügte Schick hinzu. „Jesus begegnet uns in den Kindern und Jugendlichen, die in den Flüchtlingslagern auf Lesbos, im Libanon oder in Bosnien-Herzegowina leben müssen, die in den Fabriken und Bergwerken in Indien oder Pakistan schuften müssen, die auf den Plantagen in Afrika und Südamerika Kakao und Kaffee ernten müssen. Er begegnet uns in allen notleidenden Kindern.“ Die jetzt gestartete Sternsingeraktion nehme besonders die Kinder in der Ukraine in den Blick. „Viele Kinder in der Ukraine haben keinen Halt, weil sie ihren Halt verloren haben. Sie mussten aus den Kriegsgebieten fliehen, haben ihre Eltern verloren und gehen nicht zur Schule. Corona hat ihre Situation noch erschwert“, so der Erzbischof. „Wo sie jetzt sind, sind sie nicht richtig angenommen. Wenn wir ihnen helfen mit unserer Geldspende und mit unserem Beten, dann geben wir ihnen Halt und helfen mit, dass ihr Leben trotz der widrigen Umstände gelingt.“ „Die Aktion Dreikönigssingen fällt nicht aus“, sagt Diözesanjugendpfarrer Förster. „Schließlich brauchen die Kinder in aller Welt auch 2021 die Hilfe des Kindermissionswerks und gerade in der Pandemie die Haushalte bei uns den Segen Gottes.“ In den Pfarreien der Seelsorgebereiche haben die Kinder und Jugendlichen zusammen mit den Verantwortlichen zahlreiche Ideen entwickelt, den Segen ohne Kontakt zu den Menschen zu bringen. Beispielsweise liegen in manchen Kirchen kleine Päckchen mit Weihrauch und gesegneter Kreide, die mitgenommen werden können. In anderen Pfarreien wird der Segen auf Bestellung in den Briefkasten geworfen. Das Kindermissionswerk hat die Aktion Dreikönigssingen verlängert. Die Spendenaktion läuft 2021 bis zum 2. Februar. Die diözesane Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen ist eine Zusammenarbeit des Referats Weltkirche, des Jugendamtes der Erzdiözese und des Bamberger Diözesanverbandes des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). 

Den Livestream können Interessierte auch jetzt noch schauen unter: www.youtube.com/erzbistumbamberg

Autor: Andreas Kraft


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