Heinrichsblatt

Alle Nachrichten

Der Weg für die PGR-Wahl ist geebnet

Herbstvollversammlung des Diözesanrats der Katholiken / Satzung und Wahlordnung verabschiedet


Foto: Andreas Kuschbert

Bamberg – Bamberg – Nach einjähriger, coronabedingter Pause, trafen sich am vergangenen Samstag 51 Mitglieder des Diözesanrats der
Katholiken im Erzbistum Bamberg zu ihrer Herbstvollversammlung im Hegelsaal der Konzert- und Kongresshalle in Bamberg. Im Mittelpunkt standen dabei ein Austausch mit Erzbischof Ludwig Schick und vor allem die intensive Beratung und letztendliche Verabschiedung der neuen Satzung der Laienräte im Erzbistum.
Wie Thomas Gehringer, der Vorsitzende des Satzungsausschusses erläuterte, machte es die Neuordnung der Pastoral im Erzbistum Bamberg notwendig, die Struktur der Laienräte neu zu fassen. „Denn“, so Gehringer, „die neu geschaffenen Seelsorgebereiche, die geänderte Personalzuweisung zu den Seelsorgebereichen und die Beinaheauflösung der Dekanate sind tiefgehende Veränderungen in der
Organisationsstruktur der Pastoral, denen die Struktur der Räte, die Ausdruck der Mitverantwortung alle Getauften für das Leben und Wirken, das Sein der Kirche in ihrem Inneren wie in der Welt sind, angepasst werden musste“.
So seien sich die Mitglieder des Sachausschusses bei ihren langen Arbeitssitzungen darin einig gewesen, Bewährtes zu bewahren Gutes weiter zu entwickeln und so auf Erfahrungen aufzubauen. Zugleich gelte es jedoch, aus den Fehlern und Schwächen der Vergangenheit zu lernen „und nicht das mehr in die Satzung hinein zu schreiben, was andere schon lange anders machen“.
So wurde am Samstag ein Satzungsentwurf vorgestellt, der nach Thomas Gehringers Worten nur der Anfang ist und noch um zwei weitere Teile zu den Seelsorgebereichsräten und dem Diözesanrat ergänzt wird. So soll es künftig nur noch eine Ordnung für alle Laienräte geben, die sich in einen für alle gleichermaßen geltenden allgemeinen Teil und einen in drei Abschnitte untergliederten speziellen Teil für die Laienräte der drei Ebenen (Pfarrgemeinderat, Seelsorgebereichsrat, Diözesanrat) geben. So sind beispielsweise die Regeln über Mitgliedschaft, Wahlen und Abstimmungen, Bildung von Ausschüssen und ähnlichem auf allen Ebenen identisch.
Ziel bei allen Beratungen sei eine möglichst schlanke Satzung gewesen, die ergänzt werden soll durch einen erklärenden Kommentar mit Erläuterungen, Beispielen und Vorlagen, so dass verbindliches Gesetz und erklärender Kommentar klar voneinander getrennt sind.
Und Thomas Gehriger betonte, dass man sich von Anfang einig darüber gewesen sei, dass es – ganz nach dem Grundprinzip der Subsidiarität – auch weiterhin im Erzbistum Bamberg Pfarrgemeinderäte als zentrale und einzig direkt gewählte Laienräte geben soll, die die weiteren Räte besetzen, „denn das Leben der Kirche findet in den Pfarreien und vor Ort statt“.
Ebenso intensiv und schließlich einstimmig angenommen wurde die Wahlordnung für die Pfarrgemeinderatswahlen. Satzung und Wahlordnung werden nun Erzbischof Ludwig Schick vorgelegt, verbunden mit der Bitte, diese als Gesetz zu erlassen. Satzung und Wahlordnung ist dann die Grundlage für die Pfarrgemeinderatswahlen, die am 20. März 2022 stattfinden sollen.
Abschließend baten Thomas Gehringer wie auch Diözesanratsvorsitzender Dr. Günter Heß die Rätinnen und Räte, die Satzung in ihren Bereichen umzusetzen und sie mit Leben zu füllen. Thomas Gehringer: „Machen Sie die Satzung zu Ihrer Satzung.“
Wie diese Wahl stattfinden wird, darüber muss auch noch entschieden werden. Zur Diskussion stehen eine Online-Wahl, eine flächendeckende allgemeine Briefwahl (inklusive Postversand) oder eine Wahl nach dem bisherigen Modus. Welches Wahlverfahren es schließlich geben wird, hängt von der Finanzierung durch das Erzbistum Bamberg ab.
In diesem Zusammenhang stimmte der Diözesanrat einem kurzfristig eingereichten Initiativantrag zu und sprach sich  für eine Online-Wahl aus. In dem Antrag heißt es wörtlich: „Der Vorstand wird aufgefordert, sich mit Nachdruck für die Übernahme der Finanzierung durch das Erzbistum Bamberg einzusetzen.“
Gewählt werden musste während der Vollversammlung ein neues Mitglied, das künftig neben Astrid Schubert und Klaus Korschinsky den Bamberger Diözesanrat im Zentralkomitee der Katholiken vertritt. Mit überwältigender Mehrheit wurde Diözesanratsvorsitzender Dr. Günter Heß gewählt, der damit die Nachfolge von Franz Eller antritt, der nach neun Jahren als ZdK-Mitglied sein Mandat niedergelegt hatte.
Vor wenigen Monaten war Franz Eller in den Aufsichtsrat des Bonifatiuswerks gewählt worden. „Es war eine sehr schöne und lehrreiche Zeit im Zentralkomitee“, konstatierte Eller. Da er jedoch zum einen eine Ämterhäufung vermeiden wollte, zum anderen die neue Aufgabe sehr zeitintensiv und herausfordernd sei, habe er sich dazu entschlossen, aus dem ZdK auszuscheiden.
Zum letzten Mal auf dem Podium saß bei dieser Vollversammlung Johannes Löhlein als Geschäftsführer des Diözesanrats. Er scheidet aus diesem Amt aus und ist künftig als Bildungsreferent in Vierzehnheiligen tätig. „Das war keine Entscheidung gegen den Diözesanrat, sondern für eine Stelle, die sich neu geschaffen hat“, so Löhlein in einem kurzen Statement.
Nach dem Wortgottesdienst zu Beginn der Vollversammlung nahm sich Erzbischof Dr. Ludwig Schick traditionell Zeit, um mit den Diözesanräten ins Gespräch zu kommen. Themen waren dabei der Synodale Weg, die Stellung der Frau in der Kirche, die gegenseitige Mahlgemeinschaft, der Bistumsprozess und letztendlich die Finanzen im Erzbistum.

Autor: Andreas Kuschbert


Zurück

Ein Bistum im Umbruch

Aktuelle Downloads

Pfarrbriefvorlagen zum Herunterladen

Anzeigen

Märkteverzeichnis zum Herunterladen

Anzeigen

Heinrichsblatt-Probeabonnement

Gestaltung: markusheisterberg.de