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Ein großer Gewinn

Hospiz-Akademie Bamberg wird Partnerin des international renommierten Universitätslehrgangs Palliative Care


Foto: Andreas Kuschbert

Bamberg – Wissenschaftliche Fundierung durch eine Universität, Praxis-Theorie-Transfer durch einen Fachverband und eine zukunftsorientierte Lernorganisation durch eine Weiterbildungseinrichtung – das sind die drei Säulen des Studiengangs Palliativ Care. Ab Herbst dieses Jahres gibt es an der Hospizakademie Bamberg die Möglichkeit, diesen Studiengang zu belegen und nach sieben Semestern mit einem Master of Sciene abzuschließen. Vor Ort etabliert von der Hospizakademie Bamberg und den Partnern Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU), St. Virgil Salzburg und dem Dachverband Hospiz ­Österreich wird Bamberg damit um einen neuen, elementaren Baustein in der Ausbildung im Hospiz- und Palliativbereich reicher.
Zur Vertragsunterzeichnung waren Dr. Michael Nake von der PMU und Professor Peter Braun (St. Vigil Salzburg) in die Domstadt gekommen. „Diese Kooperation ist ein großer Gewinn für uns als Hospiz-Akademie und gleichzeitig eine Anerkennung unserer Arbeit“, betonte Akademieleiter Markus Starklauf in seiner Ansprache. „Wir werden mit großer Leidenschaft die Herausforderung annehmen.“
Starklauf zeigte sich in seiner Ansprache überzeugt vom gemeinsamen Lernen verschiedener Berufsgruppen. „Es macht großen Sinn, wenn diejenigen, die später im Netzwerk rund um schwerstkranke Patienten und ihren Familien zusammenarbeiten, auch miteinander und voneinander lernen“, so der Akademieleiter.
Bei der Feierstunde in der Hospiz-Akademie verlas Starklauf ein Grußwort der bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, die aufgrund einer Kabinettssitzung nicht an der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags teilnehmen konnte. In ihrem Grußwort zeigte sich Huml erfreut darüber, dass die Hospiz-Akademie Bamberg mit ihrem deutschlandweit einzigartigen Angebot im Bereich der universitären „Palliative Care“-Ausbildung neue Maßstäbe setze.
Der berufsbegleitende Universitätslehrgang Palliative Care richtet sich an Mediziner, diplomierte Pflegekräfte und Experten aus den Bereichen Sozialarbeit, Psychologie, Physiotherapie und Seelsorge mit Erfahrung in der Begleitung schwer kranker, sterbender Menschen.
Das dreistufige Studienmodell ist so aufgebaut, dass in Bamberg der Basislehrgang (Stufe I) und die Vertiefungsstufe (Stufe II) mit jeweils zwei Semestern absolviert werden können. Der gesamte Universitätslehrgang endet nach weiteren drei Semestern (Stufe 3) in Salzburg mit dem akademischen Titel Master of Science (MSc). Der Universitätslehrgang ist für Personen in leitender, lehrender, forschender und entwickelnder Funktion konzipiert, aber auch für alle, die sich in der Weiterentwicklung von Hospizarbeit und Palliative Care engagieren wollen.
Das Studium wird multiprofessionell und interdisziplinär mit Dozenten und Studierenden, vor allem aus dem deutschsprachigen Raum, durchgeführt. Die internationale Anerkennung wird unter anderem durch den 2017 erhaltenen Europäischen Leadership Award deutlich.
„Die drei Trägerinstitutionen gewährleisten mit ihren unterschiedlichen Expertisen eine hohe Qualität und international anerkannte Ausbildung“, betonte Professor Peter Braun von St. Virgil Salzburg, der auch die Grüße von Waltraud Klasnic, der Vorsitzenden des Dachverbandes Hospiz Österreich überbrachte. In ihrem von Professor Braun verlesenen Grußwort schrieb Waltraud Klasnic: „Die Qualität der Hospiz- und Palliativbetreuung hängt in erster Linie vom Funktionieren der multiprofessionellen Teamarbeit ab. Nur wenn die medizinische, pflegerische und psychosoziale Versorgung sowie die ehrenamtliche Begleitung Hand in Hand gehen, kann wirklich geholfen werden. Das muss sich auch in der Ausbildung spiegeln.“
Motiviert angesichts der Kooperation zeigte sich Dr. Michael Nake, Kanzler der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität. „Mit dem Kooperationspartner Hospiz-Akademie Bamberg konnte neben den langjährigen Kooperationspartnern St. Virgil und Dachverband Hospiz Österreich ein starker Kooperationspartner in Bayern integriert ­werden. Damit gelingt es, den multiprofessionellen, interdiszi­plinären Gedanken von Palliative Care dort zu etablieren, worüber ich mich sehr freue,“ so Nake.
Der Bildungsstandort Bamberg gewinnt mit dem Studiengang „Palliative Care“ einen wichtigen Baustein hinzu. Im Oktober startet die Hospiz-Akademie mit dem Basislehrgang (Semester 1 und 2), 2020 folgt dann der psychosozial-spirituelle Vertiefungslehrgang (Semester 3 und 4). Die hohe Zahl der Nachfragen und bisherigen Anmeldungen aus dem ganzen Bundesgebiet zeigt, dass die Kooperationspartner mit ihrem in Deutschland einzigartigen Angebot auf große Resonanz stoßen.

Autor: Andreas Kuschbert


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