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Eine Brücke vom Alltag in den Glauben

NGL-Diözesanreferent Tobias Lübbers zum Impulspapier eines bundesweiten Fachkreises

Bamberg – Drei Jahre erarbeitete ein bundesweiter Fachkreis, dem auch der Diözesanreferent für das Neue Geistliche Lied (NGL) im Erzbistum Bamberg, Tobias Lübbers, angehört, ein Impulspapier zum Thema „Neues Geistliches Lied heute“. „Damit“, so Lübbers im Gespräch mit dem Heinrichsblatt, bei dem er das Papier vorstellte, „wird die Bedeutung des NGL für die Zukunft der Kirche untermauert. Es steht für eine stärkere Würdigung und Förderung.“
Nach Lübbers Worten wird der Begriff NGL in dem Papier weit gefasst, so dass auch Lobpreis/
Worship oder auch Gospels mit einbezogen sind und es so zu einer Weitung des klassischen NGL kommt. „Das NGL ist ästhetisch up to date, pastoral wertvoll, liturgisch kompatibel und begeistert die Menschen unserer Zeit“, heißt es in dem Impulspapier. So baue das Neue Geistliche Lied ­eine Brücke vom Alltag in den Glauben und in den Gottesdienst hinein und generiere „positive ästhetische Erfahrungen mit Tiefgang“. Wie Tobias Lübbers ausführt, transportieren die Lieder die Frohe Botschaft „und halten unseren Glauben lebendig“.
Wie sehr das NGL an Zustimmung gewinne und auch inzwischen liturgisch etabliert sei, zeige sich auch in der Tatsache, dass viele Lieder im neuen Gotteslob vertreten sind. Laut dem Bamberger NGL-Diözesanreferenten könne das Neue Geistliche Lied mit seiner Nähe zu Affekten der aktuellen Sprache die weiterhin zentrale Wortgebundenheit liturgischer Musik gut erfüllen. Lübbers: „Rhythmische Lieder stärken das Gemeinschaftsgefühl im Gottesdienst, wo alle aktiv dabei sind, sich auf den Beat einschwingen, gut aufeinander hören und in den Zwischentönen den Geist der Communio-Kirche erfahrbar werden lassen.“
Aufgrund der deutlichen Würdigung des NGL in dem Papier sprechen sich die Verfasser für eine Förderung dieser Musikrichtung aus, die lokal ausdifferenziert sein könne, immer aber auf den drei Säulen Musik, Pädagogik und Theologie fußen müsse. So gebe es zum einen die Integration der NGL-Bildungsarbeit in die kirchenmusikalische Ausbildung, gerade auch für nebenamtliche Kirchenmusiker. Lübbers: „Das ist allein schon deshalb wichtig, da das NGL aus dem Gotteslob überwiegend mit der Orgel begleitet wird.“
Zum anderen brauche es laut Lübbers aber auch eine professionalisierte NGL-Bildungsarbeit, beispielsweise durch eine umfangreiche und flächendeckende Bandleiter-Ausbildung. Einige Bistümer sind nach den Worten des Bamberger NGL-Diözesanreferenten hier wegweisend.
Als innovativ bezeichnet er mit Blick auf die Ausbildung das Vorgehen in Essen, wo zwei so genannte Pop-Kantoren im Umfang von je einer 100-Prozent-Stelle angestellt wurden. Aber auch das Erzbistum Paderborn ist nach seinen Worten ein Vorbild, wo mit einem Fonds von jährlich 200000 Euro die Bandarbeit gefördert wird.

Autor: Andreas Kuschbert


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