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„Guter Stadtführer für kalte Wintertage“

Fotograf Jürgen Schabel und bekannte Bamberger Autoren zeigen ihren Blick auf Bamberg

Bamberg – Die Zahl an bekannten Fotomotiven in einer alten Stadt wie Bamberg ist groß. Doch es gibt immer noch viele Ecken und Winkel, die auch dem Bamberger und dem längst integrierten Zugezogenen – bisher – unbekannt waren. Ein neuer Bildband zeigt nun neue Einblicke und Blickwinkel. Und er zeigt die enge Verbundenheit von 17 bekannten Bamberger Autoren mit der Sieben-Hügel-Stadt. „Bamberch muss mer mööng!“ Dem können sie allesamt zustimmen.
„Ein Meisterwerk“ titulierte Wolfgang Reichmann, ein Ur-Bamberger, das Werk. Der Lehrer und ehemalige Rundfunkreporter führte durch einen kurzweiligen Abend im Bistumshaus St. Otto, bei dem kleine Appetithappen zum 196-Seiten-Werk angeboten wurden.
Allen voran zeigte Fotograf Jürgen Schabel seinen Blick auf Bambergs Schönheiten. Bei der Suche nach dem Unbekannten im allseits Vertrauten war er sehr erfolgreich. „Bamberg hat mich gefangen“, bekundete der in den letzten zehn Jahren hier heimisch gewordene Fotokünstler, der auch Ausstellungen im In- und Ausland bestückt, Preisträger internationaler Wettbewerbe ist und auf weitere Buchprojekte verweisen kann.
Das neue Buch folgt dem Lauf der Jahreszeiten. Die Bilder schildern Situationen, spiegeln aber auch Farben und Lichtstimmungen wider. Mit Ruderern oder Kaffeeliebhabern auf der Oberen Brücke kann man das Freizeitgefühl in der Stadt mitempfinden. Der Maler vor der Villa Concordia macht deutlich, dass nicht nur das Licht die Farben in die Stadt zaubert, sondern dass auch die Bewohner viel für deren Schönheit tun.
Angekommen in Bamberg sind, wenn sie denn von auswärts stammen, auch die Autoren, die ihre Verbindung zur Stadt beschreiben. Sie schildern ihre ganz eigene Sicht auf ihr Hier-Sein, auf die Stadt und das Lebensgefühl.
Bei der Buchvorstellung erzählten Harry Luck, Mac Härder, Martin Beyer und Wolfgang Wußmann von dem, was sie mit ihrem Wohnort verbinden. Alle Nicht-Bamberger – und das war bei der Veranstaltung im Bistumshaus der allergrößte Teil – durften testen, ob sie denn „den Bamberger“ überhaupt verstehen. Wolfgang Wußmann gab Nachhilfe beim Enträtseln gewisser Eigenarten des hiesigen Dialekts. Um die Geschichten im Bildband zu verstehen, ist dies jedoch nicht notwendig. Die großformatigen Aufnahmen sprechen für sich.
Für Bürgermeister Wolfgang Metzner ist das Buch, das nach seiner Aussage „Beiträge der Crème de la Crème der Bamberger Literaturszene“ enthält, auch ein guter Stadtführer für kalte Wintertage. So könne man Bambergs Schönheiten kennenlernen, ohne sich vom heimischen Ofen fortbewegen zu müssen, gab er schmunzelnd zu.
Der Bildband enthält Geschichten folgender Autoren: Martin Beyer, Nevfel Cumart, Rolf-Bernhard Essig, Heidi Friedrich, Bernd Goldmann, Nora Gomringer, Ulrike Grafberger, Mäc Härder, Dr. Tanja Kinkel, Gerhard C. Krischker, Brigitte Löffler, Harry Luck, Paul Maar, Martin Pristl, Wolfgang Reichmann, Gudrun Schury und Wolfgang Wußmann.

INFO
„Blick auf Bamberg“ von Jürgen Schabel ist im Heinrichs-Verlag erschienen und im Buch­handel und im Heinrichs-Verlag erhältlich. 196 Seiten, Hardcover, ISBN 978-3-89889-219-3, Preis: 24,90 Euro

Autor: Christiane Dillig


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