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Mit dem Evangelium den Menschen dienen

Christopher Helbig zum Diakon geweiht


Foto: Dienst am Wort Gottes, das er den Menschen verkünden und auslegen soll: Christopher Helbig nimmt aus den Händen von Erzbischof Ludwig Schick das Evangeliar entgegen. Foto: buc

In einem feierlichen Gottesdienst im Bamberger Dom hat Erzbischof Ludwig Schick den 32-jährigen Christopher Helbig zum Diakon geweiht. In seiner Predigt unterstrich Schick, ein Diakon werde dazu berufen, dem Evangelium zu dienen. Dieser Dienst sei „Auszeichnung und Auftrag“ und gelte ein Leben lang. Dem Evangelium zu dienen, bedeute nicht, Gesetze und Vorschriften, Verheißungen und Anweisungen zu verbreiten, sondern Christus zu dienen, so der Erzbischof. „Er ist unsere innere Kraft, unser Trost, unser Mut. Wir sollen mit dem Evangelium den Menschen dienen, indem wir sie mit Jesus Christus verbinden.“

Schick erinnerte an die drei Grundvollzüge der Kirche: Verkündigung, Liturgie und Zeugnis. Die Seelsorger verkündigten Jesus Christus als Leben, Wahrheit und Licht. In der Liturgie werde Christus den Menschen nahegebracht. Aufgabe auch der Diakone sei es, die Liebe Christi den Armen, Notleidenden und Trauernden zu verkünden: „Damit sie wissen, Jesus kümmert sich um sie, um ihr Leben, um ihr Heil.“ Das Leben im geistlichen Dienst des Evangeliums sei Auszeichnung und Gnade, erläuterte der Erzbischof. Es bringe viel Freude, aber auch Rückschläge, Enttäuschungen, Müdigkeit und Zeiten der Resignation. Dies sei auch hilfreich, „damit wir nicht selbstherrlich werden“. Die Seelsorger sollten daran denken, dass das Reich Gottes entsprechend dem Plan Gottes langsam, aber stetig wachse. „Diese Sicht bewahrt uns vor Hektik, aber auch vor Erschlaffung und Nichtstun“, unterstrich Schick. „Es macht uns geduldig und langmütig, schenkt uns Mut und Trost.“ An Christopher Helbig gewandt, sagte der Erzbischof weiter: „Du bist eingeladen, Christus zu dienen, dem Evangelium zu dienen – und mit dem Evangelium den Menschen zu dienen. Damit er ihr Weg, ihre Wahrheit und ihr Leben ist.“ Mit Blick auf den Vornamen des neuen Diakons – Christophorus bedeutet „Christusträger“ – unterstrich Schick, wenn er Firmlinge mit den Namen Christoph treffe, sage er ihnen: „Christus trägt dich, und du trägst Christus. Dann wird in deinem Leben alles gut.“ Helbig sei als Diakon nun ein besonderer Christusträger: „Christus trägt dich, und du trägst Christus. Und so wird alles gut.“ Der heilige Christophorus ist einer der Vierzehn Nothelfer. Er lebte wahrscheinlich im 3. Jahrhundert und starb als Märtyrer. Die Weihezeremonie bestand zunächst aus der Handauflegung durch den Erzbischof sowie dem Weihegebet. Auf diese Weise werden schon seit der Zeit der Apostel die geistlichen Ämter in der Kirche verliehen. Es folgte die Ankleidung des Neugeweihten – als Zeichen seines geistlichen Dienstes erhielt Helbig die Stola sowie die Dalmatik, das liturgische Gewand des Diakons. Beim Ankleiden assistierte dem 32-Jährigen Pfarrer Rainer Gast aus der Pfarrei Allerheiligen in Nürnberg, wo Helbig zurzeit seinen pastoralen Dienst versieht. Schließlich überreichte ihm Erzbischof Schick das Evangeliar, mit dem der Diakon symbolisch den Dienst am Wort Gottes übertragen erhielt, das er den Menschen verkünden und auslegen soll.

Diakone helfen dem Priester bei der Eucharistie, sie dürfen die Taufe spenden, bei der Trauung assistieren und Begräbnisfeiern leiten, Wortgottesdienste feiern, die Kommunion austeilen und den Segen spenden. Die Feier der Messe sowie das Spenden von Krankensalbung und Bußsakrament bleiben den Priestern vorbehalten. Nach einem Jahr Diakonat steht gewöhnlich die Priesterweihe an. Es gibt in der Kirche auch ständige Diakone, die größtenteils verheiratet sind und einen Zivilberuf ausüben. In seinen Dankesworten am Schluss der Feier sagte Helbig: „Alles wird gut – das ist kurz zusammengefasst das, was unseren christlichen Glauben ausmacht“. Er dankte für die Möglichkeit, „an diesem großen Projekt Gottes mitzuwirken“. Die Gläubigen rief der neue Diakon zum Gebet für sich und für die Kirche auf.

Der Weihegottesdienst wurde per Livestream übertragen. Auf www. youtube.com/erzbistumbamberg ist er nach wie vor abrufbar.

Autor: Bernd Buchner/eob


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